Kabelkonfektion

Ultraschallverdichten – Neue Wege in der Kabelkonfektion

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Parametrierung und Schutz vor äußeren Einflüssen

Bei der Verarbeitung von Kupfer-Litzen ist zu beachten, dass durch die Handhabung und Lagerung (Oxid- und Schmutz-Schicht) die Schweißergebnisse beeinflusst werden können. Bei Draht-Bündel-Verseilung werden schlechtere Resultate erzielt, wenn man den Energie-Bedarf nicht entsprechend erhöht. Die Parametrierung stellt das Ergebnis sicher:

  • Frequenzhöhe des Schwinger-Systems
  • Amplitude der Sonotrode
  • Anpressdruck zwischen Sonotrode und Amboss
  • Übertragungsenergie

Die verdichteten Kabel können mit HotMelt, einem Niederdruckspritzgussverfahren, vor äußeren Einflüssen geschützt werden. Dieses Verfahren begünstigt das sekundenschnelle Vergießen der Komponenten mittels des Einsatzes von Aluminiumformen.

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Dieses HotMelt-Verfahren bietet der Isolierung nicht nur Schutz vor mechanischer Beschädigung, sondern auch vor Umwelteinflüssen. Wenn es um den Einsatz in rauer Umgebung geht, seien es Anforderungen an Temperatur, Feuchtigkeit, Vibration oder mechanischen Schocks, ist ein Komplettverguss durchaus zu empfehlen.

Ein bereits erprobtes Einsatzgebiet ist die Automobilbranche

Ein fester Bestandteil ist das Ultraschallschweißen bereits in der Automobilbranche. Im Bereich der Baumkuchenproduktion werden die Kabelsätze so an den Montagebrettern befestigt, dass sie mit der Schweißstation direkt bearbeitet werden können.

Das Verfahren wird branchenübergreifend regelmäßig für Litzen- und Terminalanwendungen eingesetzt, insbesondere wenn keine einfache Kabel-zu-Kabel-Verbindung mehr ausreicht. Dann müssen mittels Ultraschallverdichten mehrere Leitungen im Verkehrswegeverbund zum Beispiel als Dreier-, Vierer- oder Multikreuzungen aufgebaut werden, wodurch ohne Zusatzmaterial End- und Durchgangsverbinder hergestellt werden. Ebenso können Litzen und Terminals mit Sicherheitsanforderungen (Bsp. Hochstrom) effizient verbunden werden.

In der Anschluss- und Verbindungstechnik werden ultraschallverdichtete Kabel beispielsweise an Schraubklemmen oder Käfigzugfederklemmen angebunden. Hier ist das Verfahren eine echte Alternative zum mechanischen Crimpen oder Löten.

Machbarkeitsanalyse und Innovation vom EMS-Anbieter

Trotz des genannten großen Einsatzspektrums und vieler Vorteile kann jedoch nicht jede Crimpverbindung ohne weiteres durch eine ultraschallverdichtete Verbindung ersetzt werden. Auch die dafür verwendeten Kabel müssen für den Prozess des Ultraschallschweißens geeignet sein. Ähnlich wie eine konventionelle Crimpverbindung muss auch eine Verschweißung auf deren Serientauglichkeit hin qualifiziert werden. Die Industrial Engineers der Lacon übernehmen diese Machbarkeitsanalyse für den Kunden und testen die entsprechenden Kabel auf ihre Einsetzbarkeit hin.

Die EMS-Anbieter müssen sich laufend den technologischen Möglichkeiten und sich verändernden Marktbedürfnissen anpassen. Aspekte wie Cost-Engineering und die Einbindung des EMS-Partners in den gesamten Entwicklungsprozess des Kunden trennen High-Tech-EMS-Dienstleister von den Lohnwerkern am Markt.

* Alexander Ostermeier ist Business Development Manager bei Lacon in den Bereichen Leiterplattenbestückung, Konfektionierung, HotMelt, Lackieren und Verdichten.

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