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Taiwan will Partnerschaft mit Deutschland intensivieren

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Im Namen des Erfinders der Glühbirne

Eddy Kao, Vertriebsleiter beim Hochvolt-LED-Spezialisten Edison.
Eddy Kao, Vertriebsleiter beim Hochvolt-LED-Spezialisten Edison.
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)
Zurück im Norden der Hauptstadt Taipei: Die Firma Edison Opto Corporation bezieht sich vom Namen her auf den Erfinder der Glühbirne, Thomas Alva Edison. Und wie der Namenspatron, der als einer der produktivsten Erfinder der Weltgeschichte gilt, beschäftigt sich das Unternehmen mit der Erzeugung von künstlichem Licht, vor allem mit Hochstrom-LEDs.

Im Firmenhauptquartier in Taipei sind mehrere Demonstrationsräume aufgebaut – ein Wohnzimmer, die Auslage eines Juweliergeschäfts und eine Bar – die die Lichtwirkung von Hochstrom-Leuchtdioden demonstrieren sollen. General Lighting, also allgemeine Beleuchtung, ist laut Vertriebschef Eddy Kao der wichtigste Geschäftszweig der im September 2001 gegründeten Firma. Zunächst beschäftigte sich Edison Opto mit Lichtwellenleitern, produzierte dann aber bald Niedrigstrom-Leuchtdioden für die Verwendung in Taschenlampen und Stirnleuchten für Jogger. Bereits 2004 wechselte Edison ins Hochstromfach – eine gute Entscheidung, denn Eddy Kao ist davon überzeugt, dass schon in drei Jahren die allgemeine Beleuchtung für Wohn- und Geschäftszwecke das wichtigste Anwendungsfeld für LEDs darstellt.

Edison hat derzeit 1100 Mitarbeiter, die in Taipei sowie an zwei Standorten in China tätig sind. Pro Monat, so schätzt Eddy Kao, werden ungefähr sieben Millionen Hochstrom-LEDs produziert. Wichtigster Abnehmer ist China. Indirekt, so Kao, gehen allerdings schätzungsweise 50 Prozent der bei Edison hergestellten LEDs nach Deutschland, denn die chinesischen Kundenunternehmen stellen Lampen und Beleuchtungslösungen her, die wiederum nach Deutschland exportiert werden.

Vertriebsmann Kao sieht die Erfahrung in der LED-Produktion als zentralen Vorteil von Edison, denn das Unternehmen hat sich bereits vor acht Jahren in den damals neuen Markt der Lichtlösungen auf Basis von Hochstrom-LEDs gestürzt: „Jeder kann High-Power-LEDs herstellen“, sagt Kao. „Aber wir haben die Erfahrung, wir wissen, worauf es ankommt. Ein ganz großes Problem ist die Wärme. Wir wissen zum Beispiel, welches Material man benutzen muss, um die Wärme von der Diode zum Kühlkörper umzuleiten.“

Darüber hinaus arbeitet Edison mit Designfirmen zusammen, die Beleuchtungskörper entwerfen, aber keine eigene Fertigungsstätte haben. Darin sieht Eddy Kao auch ein gewichtiges Geschäftsfeld für die kommenden zehn Jahre: „Die Kunden wollen ein unverwechselbares Produkt haben – schauen Sie sich mal LED-Beleuchtungen in China an, die sehen alle gleich aus! Deshalb wollen viele Kundenunternehmen ihr eigenes Design umsetzen, und wir haben die Fabrik dafür. So können wir zusammenarbeiten.“

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