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Taiwan will Partnerschaft mit Deutschland intensivieren

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Ständige Weiterbildung treibt die Motivation an

Ebenfalls in Hsinchu, das in Taiwan wegen der häufigen Winde als „Windy City“ bekannt ist, befindet sich das Hauptquartier des LED-Spezialisten Macroblock. Das Unternehmen entwickelt und produziert Treiberchips für LED-basierte Displays und Beleuchtungslösungen sowie für Flachbildschirme mit LED-Hintergrundbeleuchtung.

Bei den Treibern für LED-basierte Displays sieht der Executive Vice President John D. Wu Macroblock sogar als weltweiten Marktführer. Ein Highlight der Firmengeschichte war ein Display, das bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele von Peking 2008 wie ein Teppich ausgerollt wurde. Der LED-Teppich, der von der Pekinger Firma Leyard Electronics hergestellt wurde, enthielt 570.000 LED-Treiber von Macroblock.

Die Firma verfügt über keine eigene Fertigungsstätten, sondern lässt die Chips bei Auftragnehmern produzieren. „Wir verkaufen die Chips, wir verkaufen aber auch Referenz-Designs“, umschreibt Wu knapp das Geschäftsmodell.

Im Forschungslabor: John D. Wu, Executive Vice President von Macroblock, öffnet das Labor des Unternehmens für die ELEKTRONIKPRAXIS. Macroblock ist Spezialist für LED-Ansteuerungen, insbesondere im Bereich von LED-basierten Displays.
Im Forschungslabor: John D. Wu, Executive Vice President von Macroblock, öffnet das Labor des Unternehmens für die ELEKTRONIKPRAXIS. Macroblock ist Spezialist für LED-Ansteuerungen, insbesondere im Bereich von LED-basierten Displays.
(Bild: Leon Chen, JK Media)
Die Philosophie des Unternehmens drückt sich am deutlichsten in der Personalpolitik aus. Der Fokus liegt hier auf kontinuierlicher Weiterbildung. „Schon an seinem ersten Arbeitstag bekommt ein neuer Mitarbeiter ein Programm mit elektronischen Lerninhalten zugeteilt“, erläutert der Executive Vice President. Einen zentralen Baustein bildet auch der Austausch zwischen den Abteilungen: „In der ersten Phase des Programms bitten wir jede Abteilung, ihre Tätigkeit zu beschreiben. Die Kollegen können also mehr darüber erfahren, was ein bestimmter Bereich macht. Jeder einzelne Mitarbeiter kann dazu auch sein Feedback abgeben. In einer weiteren Phase kann jeder Mitarbeiter ein freies Thema wählen, über das er vor seinen Kollegen einen Vortrag halten möchte.“

Dieses Thema kann laut Wu wirklich ganz frei gewählt werden – wenn eine Kollegin oder ein Kollege zum Beispiel über chinesische Philosophie oder das Buch „Die Kunst des Krieges“ von Sun Tzu sprechen möchte, dann kann er oder sie das tun. Das Ziel dieser Politik ist es, den Geist möglichst offen zu halten und keine Betriebsblindheit einkehren zu lassen. Wu ist davon überzeugt, dass dieses Weiterbildungskonzept die Motivation der derzeit 168 Macroblock-Mitarbeiter antreibt. Erklärtes Ziel ist es, dass jede Kollegin und jeder Kollege seine persönliche unverwechselbare Marke entwickeln soll.

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