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Den Europäern und Amerikanern Paroli bieten

Huang blickt auf 37 Jahre Firmengeschichte zurück, in denen sich Goodwill zunächst auf den Heimatmarkt konzentrierte und seine Aktivitäten dann auch international ausweitete. Derzeit, so Huang, sei man in wissenschaftlichen Einrichtungen und in der Fertigung ganz gut vertreten. „Aber jetzt migrieren wir in den Highend-Forschungs- und Entwicklungsbereich“, sagt der Goodwill-Marketier. Im vergangenen Jahr habe man einen Spektrumanalysator mit digitalem Filterdesign für das Highend-Segment vorgestellt, der für rund 6.000 US-Dollar angeboten wurde – zu einem „sehr erschwinglichen Preis“, wie Huang findet.
Trotz aller Bestrebungen, zu einem festen Player im Highend-Segment zu werden, will Goodwill das Lowend-Spektrum nicht vernachlässigen. „Erst vor ein paar Wochen haben wir einen – für diesen Preis sehr guten – Spektrumanalysator für 1.000 US-Dollar angekündigt“, sagt Huang und fügt vergnügt hinzu: „Das hat im Markt wie eine Bombe eingeschlagen.“
Distributionskanal für das Highend-Segment gesucht
Obwohl Goodwill für sich in Anspruch nimmt, den branchenweit besten TCO (Total Cost of Ownership) zu bieten, betont Vice President Wang auch den Stellenwert der Innovation für das Unternehmen und die eigenen Produkte. „Wir sind gerade dabei, eine neue Reihe von digitalen Speicheroszilloskopen (DSO) mit einer Update-Rate von 80.000 Wellenformen pro Sekunde auf den Markt zu bringen. Das ist eine sehr gute Update-Rate, die wir zu einem Midrange-Preis anbieten werden.“ Darüber hinaus soll das Gerät mit einer Suchfunktion ausgestattet sein, die es erlaubt, schneller zu dem Wellensegment zu gelangen, das für den Anwender von Interesse ist.
Aufgrund der hiesigen Ingenieurtradition ist Deutschland zwar ein wichtiger Markt für Goodwill. „Wir werden aber in Deutschland noch nicht so richtig wahrgenommen“, stellt Huang fest. Der Löwenanteil des Geschäfts laufe derzeit über den Großversender Conrad. „Das ist auch OK, aber wir versuchen, darüber hinaus einen Vertriebspartner zu finden, der das High-end richtig ansprechen kann.“
Die große Entfernung vom deutschen Markt zum Service-Center in Taiwan sieht der Vertriebsmann dagegen nicht als großes Problem an. Die Ausfallrate der Geräte liege unter 0,5 Prozent. Zudem seien die Geräte so ausgelegt, dass das Board im Fall des Falles leicht ausgetauscht werden könne. Außerdem seien die Vertriebspartner angehalten, für den Zweifelsfall ein paar Austauschgeräte bereitzuhalten. Aber für die Zukunft plant Goodwill ohnehin, ein Service-Center in Europa einzurichten.
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