17.06.2026
Schneider Electric wird Mitglied im Advisory Board des Lighthouse Operating System des World Economic Forum und entwickelt einen Open-Source-Leitfaden für die Fertigung
Schneider Electric baut seine Zusammenarbeit mit dem World Economic Forum weiter aus. Das Unternehmen ist Teil eines wachsenden Netzwerks aus Herstellern, Beratungen und Technologiepartnern, die die industrielle digitale Transformation weltweit beschleunigen wollen. Gemeinsam treiben sie das Lighthouse Operating System (Lighthouse OS) voran, ein Rahmenwerk auf Basis bewährter und skalierbarer Methoden, das Herstellern hilft, ihre Prozesse im großen Maßstab zu modernisieren.
Die meisten Hersteller haben in digitale Transformation investiert, doch nur wenigen gelingt es, diese erfolgreich zu skalieren. Pilotprojekte sind oft zunächst erfolgreich, verlieren jedoch an Dynamik und bleiben in ihrer Wirkung begrenzt. Fortschritte beschränken sich häufig auf einzelne Bereiche. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen den leistungsstärksten Fabriken weltweit und dem übrigen Industrieniveau weiter. Ein heute vorgestelltes neues Rahmenwerk soll diese Lücke gezielt schließen.
Das Lighthouse OS ist ein Open-Source-Leitfaden mit hohem Praxisbezug, der die bewährten Methoden der leistungsfähigsten Industriestandorte der Welt in einen strukturierten, klar nachvollziehbaren Ansatz überführt, dem jeder Hersteller folgen kann. Basierend auf acht Jahren Erkenntnissen des Global Lighthouse Network wurde das Lighthouse OS vom Centre for Advanced Manufacturing and Supply Chains des World Economic Forum gemeinsam mit führenden OEMs, Endanwendern und Beratungen entwickelt. Es bietet Unternehmen einen klaren, eigenständig umsetzbaren Weg vom aktuellen Status hin zu echter operativer Exzellenz, ohne bei null anfangen oder umfangreiche Spezialisten-Teams aufbauen zu müssen.
Ein Leitfaden aus der Praxis für die Praxis
Das Lighthouse OS basiert auf sechs zentralen Prinzipien:
anpassungsfähige und robuste Prozesse,
vernetzte und transparente Abläufe,
End-to-End-Synchronisation,
integrierte Nachhaltigkeit,
eine lernende Organisation,
beschleunigte digitale und datenbezogene Kompetenzen.
Diese sind über fünf Reifestufen der operativen Exzellenz strukturiert. Unternehmen können so ihren aktuellen Stand bestimmen, Prioritäten festlegen und die Transformation im eigenen Tempo vorantreiben.
Im Gegensatz zu isolierten digitalen Einzellösungen ist das Lighthouse OS als ganzheitlicher Ansatz konzipiert. Es verbindet digitale Innovation, Nachhaltigkeit, Personalentwicklung und operative Exzellenz in einem konsistenten Gesamtmodell und ermöglicht so messbare und wiederholbare Leistungssteigerungen.
Schneider Electric: Erfahrung von Anfang an integriert
Schneider Electric bringt umfassende Praxiserfahrung in die Initiative ein. Das Unternehmen hat über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg ein eigenes Betriebsmodell kontinuierlich weiterentwickelt, das heute die Grundlage für seine Spitzenplatzierung im Gartner Supply-Chain-Ranking sowie für die Auszeichnung von neun Werken als WEF Lighthouse-Fabriken bildet. Dieses Fundament, geprägt von fortschrittlichen digitalen Systemen, KI-gestützter Automatisierung und konsequent nachhaltig ausgelegten Prozessen, bildet auch die Basis des Lighthouse OS.
„Viele Hersteller haben den Anspruch, sich zu transformieren, aber es fehlt an einem durchgängigen Ansatz, um dies konsistent und in großem Maßstab umzusetzen“, erklärt Federico Torti, Head of Technology & Innovation beim World Economic Forum. „Genau hier setzt das Lighthouse OS an: Es übersetzt die Erfahrungen der weltweit besten Fabriken aus jahrelanger Praxis in ein anwendbares Rahmenwerk für die Industrie. Ziel ist es, Leistungsniveaus auf Lighthouse-Niveau für die gesamte Branche erreichbar zu machen – nicht nur für die Vorreiter.“
„Schneider Electric hat diese Transformation in mehr als 120 Smart Factories und Distributionszentren selbst umgesetzt – wir wissen, was funktioniert, wo Herausforderungen liegen und wie sich der Schritt von isolierten Pilotprojekten zu echten, ganzheitlichen Veränderungen realisieren lässt“, ergänzt Cecile Vercellino, Senior Vice President Industrial Automation Services & Advisory bei Schneider Electric. „Diese Erfahrung ist ein zentraler Bestandteil des Lighthouse OS. Wir wenden die Prinzipien bereits erfolgreich in unserem erweiterten Ökosystem an und sehen konkrete, messbare Ergebnisse.“
Eine offene Initiative mit Wachstumspotenzial
Das Lighthouse OS ist als dynamisches Konzept angelegt. Mit dem Fortschritt globaler Pilotprojekte und dem kontinuierlichen Feedback aus der Praxis wird es stetig weiterentwickelt. Gleichzeitig lädt die Initiative aktiv Hersteller, Technologieunternehmen und Partner aus dem öffentlichen Sektor ein, sich einzubringen und mitzuwirken.
Weitere Informationen oder Teilnahme unter: https://initiatives.weforum.org/lighthouse-operating-system/home
Weiterführende Informationen:
Warum der industrielle Wandel ein neues Betriebssystem erfordert – Schneider Electric Blog