Automotive-Testzentrum

Qualitätssicherung von elektromechanischen Komponenten fürs Auto

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Elementarer Bestandteil: Umwelt-Klima-Simulation

Die Umweltsimulation ist ein elementarer Bestandteil der Prüfungen. Hier wurden die Möglichkeiten wesentlich erweitert: Klimaschränke um 45%, Temperaturschockkammern um 80%, Vibrationsanlagen um 25%. Investiert wurde ebenfalls in die Analysetechnik. Zu den Prüfeinrichtungen zählen eine Schocktestmaschine mit Beschleunigungen über 100 g, Vibrationssysteme, Klimaschränke, elektrische und mechanische Prüfmaschinen, Schadgasanlagen u.v.m.

Bild 2: Klimaschränke und Temperaturschockkammer werden in einem Temperaturbereich von –70 bis 180°C betrieben (Archiv: Vogel Business Media)

Klimaschränke und Temperaturschockkammern für einen Temperaturbereich von –70 bis 180°C (Bild 2) simulieren Kälte, Wärme, Feuchte, Temperaturwechsel sowie extremen thermischen Wechselstress im 2-Kammerverfahren. Ein Slow-Motion-Bending-Test (Wechselbiegetest) bildet die Leitungsbewegungen im Fahrzeug nach und eine 4-Komponenten-Schadgasanlage erzeugt Industriegasatmosphären mit einem Gasgemisch aus SO2, H2S, NO2 und Cl2.

Bild 3: Vibrationsanlagen dienen der Überprüfung der mechanisch-dynamischen Festigkeit von elektromechanischen Bauteilen im Rahmen von Sinus-, Rausch- und Schockprüfungen. Die Anlagen ermöglichen eine kombinierte Belastung mit Klima und Temperatur. Gleichzeitig kann eine Lastsimulation zur Nachbildung elektrischer Verbraucher im Fahrzeug durchgeführt werden. (Archiv: Vogel Business Media)

Mit Vibrationsanlagen (Bild 3) wird die mechanisch-dynamische Festigkeit im Leistungsbereich von 13 bis 45 kN für Sinus-, Rausch- und Schockprüfungen mit kombinierter Klima- und Temperaturüberlagerung getestet. Gleichzeitig führen die Ingenieure eine Lastsimulation durch, mit der elektrische Verbraucher im Fahrzeug abgebildet werden. Beispielsweise kann der Aufbau von Vibrations-Prüfanordnungen bis zu drei Wochen dauern, weitere drei Wochen wird getestet und danach etwa noch einmal die gleiche Zeit die Versuchsergebnisse ausgewertet.

Umfangreiche Ausstattung bei Mess- und Analysetechnik

Beeindruckend ist die Ausstattung mit Mess- und Analyseeinrichtungen. Neben Thermografiegeräten und digitalen Mikroskopen verfügen die Mitarbeiter hier über ein Rasterelektronenmikroskop, einen 3-D-R.-C-Tomografen, ein berührungsloses, konfokales 3-D-Oberflächen-Messsystem und ein FT-IR-Spektrometer (Fourier-Transformations-Infrarot).

Ein so genanntes 3-D-Digitalmikroskop bietet eine bessere Auflösung und Bildschärfe als herkömmliche optische Mikroskope. Aufgrund einer Tiefenschärfezusammensetzung in Echtzeit und einer schnellen 3-D-Anzeige lassen sich die Objekte aus verschiedenen Winkeln betrachten und eine 3-D-Profilmessung im Mikrometerbereich (bis 10 µm) durchführen. Durch eine vertikale Objektverschiebung kann der Betrachter sich ein dreidimensionales Bild erzeugen und anzeigen lassen.

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