Das goldene Games-Zeitalter

Die besten Computerspiele der 8-Bit-Ära

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7. M.U.L.E.

M.U.L.E. setzte Maßstäbe für Strategiespiele und gehörte zu den wegweisenden Spielen der 80er Jahre. Viele Spieleentwickler nennen M.U.L.E. heute noch als einen ihrer Alltime-Lieblingstitel.
M.U.L.E. setzte Maßstäbe für Strategiespiele und gehörte zu den wegweisenden Spielen der 80er Jahre. Viele Spieleentwickler nennen M.U.L.E. heute noch als einen ihrer Alltime-Lieblingstitel.
(Bild: Electronic Arts)
Das Kürzel "M.U.L.E." steht für "Multiple Use Labor Element". Die "Mules" waren Arbeitsroboter, mit denen bis zu vier Spieler ihre simulierte Kolonie auf dem Planeten Irata bewirtschaften können.

Ursprünglich für den frühen Heimcomputer Atari 800 entwickelt, wurde "M.U.L.E." relativ schnell auch für den C64 und einige andere 8-Bit-Systeme umgesetzt. Das aus grafischer Sicht eher schlichte Spiel gewann schnell Kultstatus, wozu mehrere Faktoren beitrugen: Zum einen wurde die Landkarte des Planeten jedesmal neu erzeugt. Kein Spiel verlief deshalb wie das andere. Zum zweiten konnten bis zu vier Personen gleichzeitig gegeneinander spielen.

Dadurch wird ein besonders hoher Interaktionsgrad erreicht. Zum Beispiel ist es möglich, sich gegenseitig kleine Gemeinheiten zuzufügen, wie zum Beispiel ein Monopol auf bestimmte Ressourcen zu errichten.

In gewisser Weise kann M.U.L.E. daher als Vorläufer einer ganzen Reihe von Strategiespielen gesehen werden, so etwa der "Siedler"-Reihe. Aber auch Sid Meier, der Vater des Strategie-Bestsellers "Civilization", gab an, von "M.U.L.E." stark beeinflusst worden zu sein.

Der "M.U.L.E."-Entwickler Dan Bunten galt als einer der ersten Stars des Genres. Für Electronic Arts programmierte er unter anderem die Titel "Seven Cities of Gold" und "Heart of Africa". 1993 unterzog sich Bunten einer geschlechtsangleichenden Operation und nannte sich fortan Danielle Bunten Berry. Leider starb Bunten Berry bereits 1998 im Alter von nur 49 Jahren.

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