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4. Maniac Mansion

Zur Story von "Maniac Mansion": Dave, ein College-Student, vermisst seine Freundin, die Cheerleaderin Sandy. Vieles deutet darauf hin, dass sie vom verrückten Wissenschaftler Dr. Ed entführt wurde und für grausige Experimente missbraucht werden soll. Deshalb rekrutiert Dave zwei Kameraden und dringt in das Haus von Dr. Ed ein, um Sandy zu retten.
Für "Maniac Mansion" entwickelte Lucasfilm Games unter der Leitung von Ron Gilbert ein Programmierwerkzeug namens SCUMM (Script Utility for Maniac Mansion), das auch für die späteren Spiele herangezogen wurde. Weil Ron Gilbert die Texteingaben der damaligen Adventures hasste, entwickelte er ein Point-and-Click-Interface, das alle Kommandos anzeigte, die in einer bestimmten Situation möglich waren.
Darüber hinaus wurden in den Spielablauf Cut-Scenes eingefügt. Während der Spieler zum Beispiel mit Dave oder einem der anderen Charaktere einen Raum untersucht, wird eine Szene eingeblendet, in der Dr. Ed der gefangenen Sandy erklärt, was er mit ihr vorhat.
Das Spiel erreichte aufgrund der abgedrehten Handlung und des schrägen Humors schnell Kultstatus. Unter den Nerds der damaligen Zeit war es außerdem Kult, den Hamster der Familie von Dr. Ed zu klauen und in der Mikrowelle zu rösten. Für Kopfzerbrechen sorgte die Frage, wie man die Kettensäge in der Garage benutzen konnte und wo man Benzin für die Kettensäge auftreiben konnte. Das Rätsel wurde dann im Nachfolgespiel "Zak McKracken" gelöst. Dort taucht das Benzin auf, der Spieler bekommt aber die lapidare Auskunft "Du brauchst das Benzin für ein anderes Spiel."
Kultstatus gewannen auch die merkwürdigen Charaktere wie Chuck, die Pflanze oder das grüne und purpurne Tentakel (Dr. Ed hatte dem College-Oktopus zwei Tentakel amputiert). Die beiden Tentakel wurden so populär, dass sie in den neunziger Jahren ein eigenes Spiel bekamen, nämlich "Day of the Tentacle".
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