Das goldene Games-Zeitalter

Die besten Computerspiele der 8-Bit-Ära

Seite: 4/15

Anbieter zum Thema

12. The Bard's Tale

The Bard's Tale wartete mit einem stimmungsvollen Vorspann auf - keine kleine Leistung in der 8-Bit-Ära.
The Bard's Tale wartete mit einem stimmungsvollen Vorspann auf - keine kleine Leistung in der 8-Bit-Ära.
(Bild: Interplay/Electronic Arts)
Im einst gemütlichen Städtchen Skara Brae herrscht das Grauen. Orks und Monster streifen durch die Straßen. Brave Bürger trauen sich kaum noch auf die Straße, und um den Tempel des Verrückten Gottes ranken sich üble Gerüchte. Nur eine kleine Schar unerschrockener Krieger kann die Herrschaft des bösen Zauberers Mangar und seiner Schergen unterbinden.

Das war die Hintergrundgeschichte von "The Bard's Tale", der neben "Ultima" erfolgreichsten Rollenspielserie für die 8-Bit-Computer. Genau genommen kopierte "Bard's Tale" das wegweisende Rollenspiel "Wizardry": Wie schon "Wizardry" spielte sich "Bard's Tale" hauptsächlich in von Monstern bevölkerten unterirdischen Labyrinthen, sogenannten Dungeons, ab. Und genau wie in "Wizardry" gab es nur ein kleines Fenster, durch die man die Rollenspielwelt und die jeweiligen Monster sehen konnte.

Aber "The Bard's Tale" sorgte unter anderem durch animierte Monstergrafiken für Stimmung. Bemerkenswert war, dass für jedes dieser Bilder plus die Animation auf dem C64 lediglich 2 KB Speicher zur Verfügung standen, so dass das Entwicklerteam um Michael Cranford dafür einen Pack-Algorithmus entwickelte.

Insgesamt wurden drei Titel in der "Bard's Tale"-Reihe veröffentlicht – das gleichnamige Actionspiel aus dem Jahr 2004 nicht mitgezählt. Das dritte Spiel mit dem Namen "Thief of Fate" wartete als erstes seiner Art sogar mit einem Automapping-Algorithmus auf. Es legte also automatisch Karten der unterirdischen Labyrinthe an. Die Ära, in der Rollenspieler die Dungeons auf Karopapier kartografieren mussten, war damit endgültig vorbei.

(ID:33436080)