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6. Microprose Soccer

Trotz dieser sehr stark militärisch beeinflussten DNA war Microprose klug genug, auch weniger martialische Titel zu vertreiben, unter anderem die Fußballsimulation "Microprose Soccer" des englischen Entwicklerteams Sensible Software.
Das Spiel war aus mehreren Gründen bemerkenswert. So wurde das Spielgeschehen aus der Vogelperspektive betrachtet. Andere Fußballsimulationen wie zum Beispiel "International Soccer" von Commodore bevorzugten dagegen eine isometrische Sicht. Interessanterweise blieb bei "Microprose Soccer" der Ball immer in der Mitte des Bildschirms, und das Spielfeld bewegte sich quasi als Hintergrund.
Außerdem verfügte das Spiel als eines der ersten seiner Art über einen WM-Turniermodus. Die Spieler konnten also ihre bevorzugte Nationalmannschaft wählen und an einem WM-Turnier teilnehmen. Dabei wurde sogar die knifflige Regel der vier besten Gruppendritten, die sich für das Achtelfinale qualifizierten, korrekt umgesetzt (Zum Hintergrund: An der WM 1986 in Mexiko nahmen 24 Mannschaften teil, die in sechs Gruppen eingeteilt wurden. Fürs Achtelfinale qualifizierten sich damals neben den beiden Erstplatzierten jeder Gruppe auch die vier besten Gruppendritten).
Neu und lustig waren auch die Wettereffekte: Bei Regenwetter rutschten die Spielfiguren zuweilen unkontrolliert über den Rasen. Zudem gab es nach jedem erzielten Tor eine Zeitlupenwiederholung – komplett mit Störstreifen, die andeuten sollten, dass ein Videoband zurückgespult wurde.
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