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Die Latenz eines drahtlosen I/O-Adapters hängt in hohem Maß von der jeweiligen Netzwerkauslastung ab. Bei hoher Auslastung im 2,4 MHz ISM-Band kann die Latenz zwischen einer Millisekunde und mehreren Sekunden liegen – im Mittel sind es einige hundert Millisekunden. Hat die Latenz hohe Priorität, kann eine andere Technik wie etwa 6LoWPAN die bessere Lösung sein. Da es sich bei 6LoWPAN um eine vermaschte Technik handelt, kann man, wenn man eine Single-Hop-Latenz zugrunde legt und davon ausgeht, dass sich keine Knoten im Sleep-Zustand befinden, durchschnittliche Laufzeiten von unter 20 ms erwarten.
Vermaschte Netze mit 6LoWPAN knüpfen

Zum Ansprechen des entfernten CC3200 steht zusätzlich ein Remote Control Mode zur Verfügung, der es möglich macht, die im lokalen Control Mode unterstützten Befehle auf den entfernten CC3200 anzuwenden.
Wenn die von Wi-Fi gebotene Reichweite für den drahtlosen I/O-Adapter nicht ausreicht, kann auf die Sub-1-GHz-Option von 6LoWPAN oder – wenn weiter mit 2,4 GHz gearbeitet werden soll – auf die Vermaschungsfähigkeit von 6LoWPAN ausgewichen werden. Letzteres erhöht jedoch die Latenz, sodass ein Kompromiss geschlossen werden muss. Der 6LoWPAN-Knoten ist in der Regel über eine definierte Maschen-Route an den Router angebunden. Geht es nun darum, mehrere Maschinen mit Adaptern anzuschließen, können die Maschen-Knoten als Relais fungieren, so dass stets zuverlässige Verbindungswege zum Router verfügbar sind.
Drahtloses Sensornetzwerk: Bessere Datenqualität
Während es in den beiden vorangegangenen Beispielen mit drahtlos angeschlossenen Displays und I/O-Adaptern vorrangig darum ging, besser auf die existierenden Daten in industriellem Equipment zugreifen zu können, liegt der Fokus bei drahtlosen Sensornetzwerken anders. Hier geht es um das Einholen eines größeren Umfangs an besseren Daten, um beispielsweise die Effizienz, die Instandhaltung und das Ausfallmanagement einer Maschine zu verbessern.
Produktionsunternehmen profitieren davon, dass sich bestehende Anlagen durch drahtlose Sensornetzwerke relativ einfach mit vielen Sensoren ausstatten lassen. Sensordaten, die bisher gesammelt, aufbereitet oder nur in größeren Zeitabständen übertragen werden konnten, lassen sich jetzt zeitnah auswerten, um die Reaktionsgeschwindigkeit der Maschinen zu steigern. Ein entscheidendes Kriterium ist in jedem Fall die Stromversorgung der dezentralen Sensoren, für die sich das Energy Harvesting/Scavenging, Batterien oder ein Netzanschluss anbieten. Die im Einzelfall gewählte Stromversorgung hat nicht zuletzt Einfluss darauf, welche der drahtlosen Übertragungstechnologien in Frage kommen.
* Greg Peake ist System Applications Manager bei Texas Instruments.
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