Softwareentwicklung 10 Software-Flops und -Katastrophen
Programmierer und Anwender stehen oft miteinander auf Kriegsfuß. Denn nicht jede elegante Softwarelösung weiß der Kunde auch zu würdigen. Dennoch gibt es Programme, bei denen den Usern der Angstschweiß auf die Stirn tritt - und einige echte Katastrophen.
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"Allen Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann". Dieses alte Sprichwort gilt auch für die Benutzer von Software – nie kann man es allen recht machen.
Dazu kommt, dass jedes Computerprogramm von Menschen gemacht ist und deshalb Fehler enthält. Je komplexer ein Programm, desto höher ist die Fehlerwahrscheinlichkeit.
Bei der folgenden Auflistung geht es daher nicht einfach um Bugs, sondern um Software mit problematischem Ruf, die entweder durch funktionale Mängel oder durch gruselige Usability oder beides von sich reden gemacht hat. Vorhang auf!
10. Samsung Kies – Smartphone-Begleiter mit Hindernissen

Die Haßliebe vieler Samsung-Benutzer zu Kies rührt allerdings daher, dass das Programm praktisch die einzige vom Hersteller vorgesehene Option darstellt, um das Handy legal mit Updates für das Android-Betriebssystem zu versorgen.
Der Weg zum Android-Update führt also gezwungenermaßen über Kies, wenn man die Garantie für das Gerät nicht riskieren möchte.
Und hier beginnen die Probleme: Frühe Kies-Versionen erkannten das Smartphone erst nach mehreren Versuchen, das Gerät per USB-Kabel mit dem PC zu verbinden. Darüber hinaus ist Kies sehr langsam und tendiert dazu, zunächst umfangreiche Programmupdates aus dem Netz zu laden und zu installieren, noch bevor es überhaupt nachfragt, ob eine aktualisierte Android-Version für das Smartphone vorliegt.
Schon die reine Abfrage, ob ein Android-Update verfügbar ist oder nicht, wird so zu einer Geduldsprobe.
Ein weiteres Ärgernis: Selbst wenn Kies nicht benutzt wird, laufen einige Prozesse des Programms im Hintergrund und reduzieren damit die Systemleistung.
Zudem war die mit Microsofts Dotnet-Technik programmierte Software sehr lange nur für Windows-PCs erhältlich, erst seit kurzem gibt es eine Version für Mac-Anwender.
Die Beliebtheit der Software hält sich daher in engen Grenzen. Auf der Download-Börse chip.de senken zum Beispiel 70 Prozent der Benutzer den virtuellen Daumen und stimmen mit "Gefällt nicht".
Fortgeschrittene Besitzer von Samsung-Handys verwenden daher eine andere Lösung, um ihr Gerät aktuell zu halten: Sie flashen Android-Updates mit einem Gratis-Tool namens Odin direkt auf ihr Smartphone und lassen Kies links liegen.
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