Abkündigung industrieller LCD-Displays Toppan-Displays vor dem Aus: Für elf Modelle zeichnet sich Ersatz ab

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Toppan stellt seine LCD-Produktion ein, die Bestellfrist endet bereits im Oktober 2026. Data Modul hat für elf Toppan-/Ortustech-Displays mögliche Nachfolger von Giantplus identifiziert. Doch ein einfacher Austausch ist nicht in jedem Fall möglich.

Bei Data Modul wurden Alternativdisplays für die Modelle identifiziert, die von Toppan abgekündigt wurden.(Bild:  Data Modul)
Bei Data Modul wurden Alternativdisplays für die Modelle identifiziert, die von Toppan abgekündigt wurden.
(Bild: Data Modul)

Wer in seinen Produkten noch LCD-Displays von Toppan oder Ortustech einsetzt, muss sich auf einen Herstellerwechsel einstellen. Toppan hat bereits im April 2026 angekündigt, sein Geschäft mit LCD-Displays bis Ende März 2028 einzustellen. Als Gründe nennt das japanische Unternehmen Veränderungen der Marktnachfrage und den zunehmenden internationalen Wettbewerb.

Für Gerätehersteller wird die Zeit nun knapp: Die Last-Time-Buy-Frist endet bereits Ende Oktober 2026, finale Auslieferungen sind bis Ende März 2028 vorgesehen. Besonders in der Industrieelektronik, wo Geräte häufig über viele Jahre produziert und gewartet werden, kann die Abkündigung eines Displays erhebliche Auswirkungen auf bestehende Designs haben.

Der Displayanbieter Data Modul hat indessen konkrete Nachfolgeoptionen für elf Toppan-/Ortustech-Modelle vorgestellt. Die entsprechenden Displays sollen künftig von Giantplus gefertigt werden. Der geplante Serienproduktionsstart liegt im April 2028.

Elf mögliche Nachfolger für bestehende Designs

Die betroffenen Displays decken Bildschirmdiagonalen von 2,7 bis 12,1 Zoll ab. Zehn der elf vorgesehenen Nachfolgeprodukte sind transflektive LCDs, ein weiteres Modell ist transmissiv ausgeführt. Die möglichen Ersatzlösungen berücksichtigen unterschiedliche Schnittstellen wie SPI, RGB/TTL, MIPI und LVDS. So ist beispielsweise für das 4,8-Zoll-Display COM48H4P03ULC mit einer Auflösung von 720 × 1.280 Pixeln und MIPI-Schnittstelle das Giantplus-Modell GPM2111A0 vorgesehen. Das 12,1-Zoll-Display COM121H9M22SRS mit 1.024 × 768 Pixeln und LVDS-Anbindung soll durch das GPM2120A0 ersetzt werden.

Ob die Displays ohne größere Änderungen in bestehende Geräte integriert werden können, ist allerdings noch offen. Data Modul bezeichnet die aufgeführten Produkte ausdrücklich als mögliche Nachfolgelösungen. Eine technische Bewertung der jeweiligen Anwendung bleibt erforderlich.

Displaywechsel kann Änderungen am Gerät erfordern

Neben Bildschirmdiagonale, Auflösung und Schnittstelle spielen bei der Migration weitere Eigenschaften eine Rolle. Dazu gehören die mechanischen Abmessungen, elektrische Anschlussbedingungen und optische Kennwerte. Gerade bei langlebigen Industrieprodukten muss außerdem sichergestellt sein, dass das Ersatzdisplay den Anforderungen der Anwendung langfristig genügt.

Data Modul will deshalb nicht nur die vorgesehenen Giantplus-Produkte anbieten, sondern auch herstellerunabhängige Alternativen prüfen. Das Unternehmen unterstützt bei der technischen Bewertung, Bemusterung und Qualifizierung sowie bei der Planung des verbleibenden Materialbedarfs.

Für Entwickler und Einkäufer besteht damit unmittelbarer Handlungsbedarf: Bis Ende Oktober 2026 müssen mögliche Last-Time-Buy-Mengen geklärt werden. Gleichzeitig empfiehlt es sich, die Migration frühzeitig vorzubereiten. Denn auch wenn die Nachfolger ab April 2028 in Serie gehen sollen, ist ein reibungsloser Austausch nicht automatisch gewährleistet. (sb)

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