Consumer Electronic 7 grandios gescheiterte Branchengrößen
Die Elektronik ist eine schnelllebige Industrie. Viele Unternehmen, die weltweit ein Begriff waren, leben heute bestenfalls noch als Name weiter. Wir erinnern an einige von ihnen.
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Uher: Veteran des analogen Zeitalters
Der Aufstieg des Tonbandgeräteherstellers Uher fiel in die Wirtschaftswunderzeit.
1953 wurde das Münchner Unternehmen als Hersteller von Auto- und Maschinenteilen gegründet. Schon Schon zwei Jahre später brachte Uher sein erstes Tonbandgerät auf den Markt. Der Erfolg war so durchschlagend, dass die Produktion von Maschinenteilen bald ganz eingestellt wurde.
Anfang der sechziger Jahre erschien dann das tragbare Modell Uher Report, das zum Vorzeigeprodukt des Unternehmens werden sollte.
Generationen von Hörfunkreportern – aber nicht nur die – schworen auf die kompakte und mit 4,5 Kilogramm für die damalige Zeit erstaunlich leichte Bandmaschine, die auch den einen oder anderen Stoß vertragen konnte. Die letzte Generation des Uher Report wurde bis 1999 gebaut.
Anfang der siebziger Jahre verließen pro Jahr 180.000 Geräte die Fabriken, das Unternehmen hatte 1500 Mitarbeiter. Von da an ging es aber langsam bergab.
Die Konkurrenz aus Fernost wurde spürbar, bereits 1974 befand sich das Unternehmen in akuter finanzieller Notlage und musste an einen neuen Eigentümer, die Firma Assmann aus dem hessischen Bad Homburg vor der Höhe, verkauft werden.
1980 wurde das Werk in München geschlossen, man wich unter anderem nach Buchbach (Landkreis Mühldorf) aus. 1999 endete auch dort die Produktion.
Der Name des Unternehmens lebt weiter in der Braunschweiger Uher Informatik GmbH. Sie vertreibt in erster Linie Bürokommunikationstechnik wie zum Beispiel Diktiergeräte.
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