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Was mit dem Vertrieb einfacher Fahrdrahtklemmen begann, hat sich heute zu einer weltweiten Erfolgsgeschichte der Elektrotechnik entwickelt.
Der Erfolg der RWE-Phönix- Reihenklemme
In den 1920er Jahren nahm ein leitendender Ingenieur der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) Knümann mit in eine Schaltanlage. Zur elektrischen Kontaktierung im Schaltschrank verwendete man damals 5-, 10-, 15- und 20-fache Keramikblöcke, die in den Klemmkörper montiert wurden. War ein Teil im Block beschädigt, musste der gesamte Block ausgetauscht werden.
Im Gedankenaustausch mit den RWE-Ingenieuren entwickelte Knümann schließlich die Idee, die unwirtschaftlichen keramischen Klemmblöcke in Scheiben zu unterteilen. Dies gilt als Geburtsstunde der modularen Reihenklemme.
Für das Produkt aus Keramikgehäuse und metallischem Klemmkörper erhielt Hugo Knümann 1928 das Patent.
Mit der anreihbaren Reihenklemme auf der Hutschine ließen sich schaltungstechnische Wünsche in den mess-, steuer- und regeltechnischen Sekundärkreisen von Kraftwerken und Umspannstationen komfortabler erfüllen.
Die Phönix Elektrizitätsgesellschaft beschränkte sich auf die Entwicklung, Lagerhaltung und Vertrieb der Reihenklemmen. Die Keramikgehäuse wurden ebenso wie die spanend gefertigten metallischen Klemmkörper von Zulieferern bezogen.
Die RWE-Phönix-Reihenklemmen wurden so eingebaut, dass das Kugelschnappschloss auf der Profilschiene unten sitzt. Aufgebaut wurde die Klemmleiste von links nach rechts. Für eine bequeme Montage und eine gute Zugänglichkeit der Leitungsanschlüsse wurde der Schrägeinbau empfohlen.
Beim Lösen und Anziehen der Druckschrauben kam es darauf an, dass die Gegenmutter im nicht angezogenen Zustand stets unmittelbar unter dem Schraubenkopf saß. Denn sonst hätte die Gefahr bestanden, dass beim Anziehen der Druckschrauben eine vorzeitige Verriegelung der Druckschraube durch die Gegenmutter eintritt. Das Lösen der Druckschrauben zum Lösen der Verbindung oder zum Öffnen der Druckstücke bei der erstmaligen Einführung eines Leistungsdrahtes erfolgte stets mit einem mitgelieferten Steckschlüssel durch Linksdrehung der Gegenmutter.
Beim Festklemmen eines Leistungsdrahtes wurden zunächst die Druckschrauben mit dem Schraubendreher kräftig angezogen. Erst nachdem der feste Sitz des anzuklemmenden Drahtes durch Ziehen am eingeführten Ende einwandfrei festgestellt wurde, erfolgte die Verriegelung der Druckschraube durch Anziehen der Gegenmutter mit Hilfe des Steckschlüssels. Vor dem Anziehen der Druckschrauben konnte man sich überzeugen, dass sich die Gegenmutter in der vorgeschriebenen Lage unmittelbar unter dem Schraubenkopf befand.
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