Ehemaliger ams-Osram- und Infineon-Manager Wolfspeed ernennt Robert Feurle zum CEO

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Nach der Entlassung von Geschäftsführer Gregg Lowe vergangenen November hat Wolfspeed nun einen Nachfolger gefunden: Mit Wolfgang Feurle übernimmt ein langjähriger Industrieveteran den CEO-Posten. Feurle war zuvor unter anderem als Manager bei Micron, ams-Osram und Infineon tätig.

Seit 2022 ist Robert Feurle Executive Vice President und General Manager der Business Unit Opto Semiconductors der ams-Osram Gruppe und Mitglied des Executive Committee des Unternehmens. Zum 1. Mai 2025 wird der langjährige Industrieveteran die NAchfolge von Gregg Lowe als CEO von Wolfspeed antreten.(Bild:  ams-Osram)
Seit 2022 ist Robert Feurle Executive Vice President und General Manager der Business Unit Opto Semiconductors der ams-Osram Gruppe und Mitglied des Executive Committee des Unternehmens. Zum 1. Mai 2025 wird der langjährige Industrieveteran die NAchfolge von Gregg Lowe als CEO von Wolfspeed antreten.
(Bild: ams-Osram)

Wolfspeed hat Robert Feurle mit Wirkung zum 1. Mai 2025 zum neuen CEO ernannt. Er folgt auf Interimschef Thomas Werner, der wieder in seine Rolle als Chairman des Verwaltungsrats zurückkehrt. Die Berufung erfolgt in einer Phase tiefgreifender Transformation für den Spezialisten für Siliziumkarbid-Leistungshalbleiter.

Feurle bringt über zwei Jahrzehnte Branchenerfahrung mit. Zuletzt verantwortete er bei ams-OSRAM als Executive Vice President das globale Geschäft mit Opto-Halbleitern, darunter LED- und Laserprodukte für den Automotive-Bereich. Zuvor war er bei Infineon Technologies unter anderem für die Einführung neuer IGBT- und SiC-Produkte zuständig – Technologien, die auch für Wolfspeed von zentraler Bedeutung sind. Frühere Stationen umfassen Führungsrollen bei Micron Technology, Qimonda und Siemens. Bereits 2016 war Feurle, der über einen Abschluss in Elektrotechnik von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Konstanz verfügt, auf Seiten Infineons an der geplanten Übernahme von Wolfspeed beteiligt, die letztlich an einem Veto der US-Behörde CFIUS scheiterte.

Der Führungswechsel folgt auf die Abberufung von Gregg Lowe im vergangenen Jahr. In den letzten Monaten hat Wolfspeed seine Strategie geschärft, Werke geschlossen und sich voll auf die Fertigung von 200-mm-Siliziumkarbid-Wafern fokussiert – trotz einer aktuell schwächelnden Nachfrage aus der Automobil- und Industrieelektronik. Ziel ist es, die Profitabilität zu verbessern und die Basis für langfristiges Wachstum zu stärken.

„Ich bin dankbar für die Chance, Wolfspeed in dieser Phase des Wandels zu führen. Während meiner Zeit bei Infineon habe ich die Siliziumkarbid-Industrie sehr gut kennengelernt und die beeindruckende Führungsrolle von Wolfspeed in diesem Bereich aus erster Hand erfahren. Ich glaube, wir haben gerade erst begonnen, an der Oberfläche des enormen Potenzials von Siliziumkarbid zu kratzen“, sagt Feurle anlässlich seiner Berufung. Trotz der schwächelnden Umsatztzahlen, wegen der Ex-CEO Lowe vergangenen November entlassen wurde, zeigt sich Feurle zuversichtlich, dass Wolfspeed dank seiner F&E-Einrichtungen und seinem starkem Portfolio in der Lage sei, seine Stellung im Markt zu behaupten und weiter auszubauen. „Mit all den Wettbewerbsvorteilen des Unternehmens bin ich sehr zuversichtlich, dass wir in der Lage sein werden, diese Umbruchphase zu überstehen, um den Betriebsplan zu aktualisieren, die finanzielle Leistung zu verbessern und unseren Weg zu einem positiven freien Cashflow zu beschleunigen“, sagte Feurle

Auch der Vorstand zeigt sich überzeugt: „Mit seiner Erfolgsbilanz in der operativen Optimierung und tiefem Branchenverständnis ist Robert genau der Richtige, um Wolfspeed zukunftssicher aufzustellen“, erklärt Interims-CEO und Wolfspeed-Vorstandsmitglied. (sg)

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