Gutachten von VDI und IW Ingenieure sind Deutschlands Innovationsmotor
Einblicke in die Erwerbstätigkeit von Ingenieuren in Deutschland, ihre Innovationskraft und Wertschöpfung für die deutsche Volkswirtschaft liefert das Gutachen "Ingenieure auf einen Blick" von VDI und dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln.
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Deutschlands 1, 6 Millionen erwerbstätige Ingenieure sorgen über alle Branchen hinweg für eine Wertschöpfung von - konservativ gerechnet - über 178 Mrd. Euro, rechnen VDI und IW in ihrerm neuen Gutachten "Ingenieure auf einen Blick" vor. Im Ranking der Branchen mit dem höchsten Innovationspotenzial stehen die Branchen mit der höchsten Ingenieurdichte mit an der Spitze: Elektroindustrie, Maschinenbau und Fahrzeugbau.
Die wesentlichen Aussagen der Studie lassen sich in folgende acht Thesen zusammenfassen:
1. Hohe Ingenieurdichte sorgt für Innovation
Es liegt wohl in der Natur der Sache: Eine höhere Ingenieurdichte relativ zu allen Erwerbstätigen in einer Branche geht mit einer höheren Forschungs- und Innovationsneigung bzw. Innovationserfolgen einher. Dementsprechend finden sich Deutschlands fünf Branchen mit der höchsten Ingenieurdichte auch bei sämtlichen forschungs- und innovationsbezogenen Indikatoren in der Spitenzgruppe.
Als Leistungsindikatoren herangezogen wurden: Unternehmen mit kontinuierlicher F&E, Anteil Innovationsaufwendungen am Umsatz, Anteil Unternehmen mit Produktinnovationen sowie Anteil des Umsatzes mit neuen Produkten. Als Produktinnovationen gelten neue oder merklich verbesserte Produkte bzw. Dienstleistungen, die ein Unternehmen auf den Markt gebracht hat.
Zu den fünf führenden Branchen zählen Fahrzeugbau, Maschinenbau, Elektroindustrie, technische/FuE-Dienstleistungen, EDV/Telekommunikation. Sie stellen rund 12 Prozent (4.579.00) der Erwerbstätigen in Deutschland und stehen gleichzeitig für über 60 Prozent (73 Mrd. Euro) der jährlichen Innovationsausgaben und 45 Prozent (562 Mrd. Euro) der Einnahmen Deutschlands aus Außenhandel und Dienstleistungen.
Die deutsche Elektroindustrie alleine beschäftigt 824.000 Erwerbstätige, davon 109.000 Ingenieure. Von 100 Erwerbstätigen dieser Branche sind 13 Ingenieure, auf 100 Akademiker kommen 59 Ingenieure. Die Branche liegt damit bei der Ingenieurdichte auf Platz zwei unter allen wesentlichen Branchen, hinter der Branche technische/FuE-Dienstleistungen und gemeinsam mit Maschinenbau und Fahrzeugbau. Der Anteil des Umsatzes durch den Verkauf neuer Produkten liegt in der Elektronindustrie bei 37, 5 Prozent, das ist Platz zwei hinter dem Fahrzeugbau (49 Prozent). 72 Prozent der Unternehmen in der Elektroindustrie schaffen regelmäßig Produktinnovationen.
Bei der FuE-Beteiligung lag die Elektroindustrie 2010 auf Platz 2 nach der Chemie/Pharma-Barnchengrupe. Im Jahr 2010 forschten zwei Drittel der Elektroindustrie-Unternehmen, 48 Prozent wiesen kontinuierliche FuE-Aktivitäten auf.
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