Gutachten von VDI und IW

Ingenieure sind Deutschlands Innovationsmotor

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6. Deutschland verzeichnet höchsten Anteil an Ingenieuren in der Industrie

Bei der Ingenieurdichte liegt Deutschland im Europavergleich mit einer Dichte von 35 Ingenieuren pro 1000 Erwerbstätige (ohne Wirtschafts- und Chemieingenieure) hinter Finnland, der Schweiz und Schweden gleich auf mit Polen und Belgien. Der Durchschnitt der 16 in der Studie betrachteten Ländern liegt bei einer Dichte von 30.

Allerdings weist im internationalen Vergleich kein anderes Land eine derart hohe Konzentration von Ingenieuren in der Industrie auf wie Deutschland. Während hierzulande 48 Prozent der Ingenieure in der Industrie tätig sind, hat z.B. die Schweiz mit einer Ingenieurdichte von 45 pro 1000 Erwerbstätige lediglich 35 Prozent der Ingenieure in der Industrie beschäftigt. Das Gutachten bescheinigt aus diesem Umstand heraus Finnland und Deutschland Wettbewerbsvorteile.

Wo findet man die meisten Ingenieure in Deutschland? Absolut gemessen arbeiten mit knapp 300.000 die meisten Ingenieure in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg (ausschlaggebend ist der Erstwohnsitz). Relativ zu allen Erwerbstätigen weist jedoch Sachsen mit rund 57 Ingenieuren pro 1.000 Erwerbstätigen die höchste Ingenieurdichte auf (NRW: 37, Bayern 43, Baden Württemberg: 46). Im Bundesdurchschnitt hat etwa jeder 23. Erwerbstätige in Deutschland ein ingenieurwissenschaftliches Studium abgeschlossen.

Die Spitzenposition Sachens korrespondiert laut Gutachen nicht zuletzt mit einer im Vergleich exzellenten Ausbildung im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Allerdings kämpft das Bundesland wie die meisten der ostdeutschen Bundesländer mit einem gravierenden innerdeutschen Braindrain in Richtung der südlichen Flächenländer. Lediglich sechs von zehn Absolventen bleichen nach dem Examen in Ostdeutschland.

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