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5. Ingenieurausbildung ist Deutschlands Stärke
Laut einer Unternehmensbefragung des IW Köln sind beim Know-how naturwissenschaftlich-technische Qualifikationen von zentraler Bedeutung, dies gilt sowohl für akademische als auch beruflich qualifizierte Fachkräfte. Erfreulich: Die Ausbildungsqualität der Ingenieure wird von den Unternehmen in Deutschland als sehr hoch eingeschätzt.
Insbesondere die Umstellung von Diplom- auf Bachelor/Masterstudiengängen wurde in den vergangenen Jahren kontrovers diskutiert. Das Gutachten von VDI und IW geht auf dieses Thema nur in einem Punkt tiefer ein: Die Bologna-Reform scheint für potenzielle Bildungsaufsteiger positive Anreize geschaffen zu haben, da dieser Personenkreis in klassichen Diplomstudiengängen häufig von der langen Studiendauer und der Unsicherheit bei der Erfolgsaussicht abgeschreckt wurde. Die gestuften Studienabschlüsse hätten die Risiken einer Investition in akademische Bildung sowie die Amortisationszeit deutlich reduziert.
Dabei sind Ingenieurberufe klassische Karrierewege für akademische Bildungsaufsteiger. Etwa drei von vier Ingenieuren kommen aus nicht akademischen Elternhaushalten, wohingegen über die Hälfte der Juristen und Mediziner aus Akademikerhaushalten stammen. 32 Prozent aller erwerbstätigen Ingenieure verfügen zusätzlich über eine Berufsausbildung. Unter Akademikern anderer Fachrichtungen liegt die Quote bei nur 22 Prozent.
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