Power-Module

DIPIPM+-Modul-Baureihe für Kompakt-Umrichter

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Betrachtungen zur Reduktion der Materialkosten

Nun sollen sechs Szenarien (A bis F) zur Reduzierung von Materialkosten durch den Einsatz des DIPIPM+ skizziert werden.

Fall A: Nur eine externe +15-V-Spannungsquelle wird benötigt, aus welcher der HVIC über integrierte Bootstrap-Dioden und -Widerstände versorgt wird. Da der Mikrocontroller auf n-Potenzial des DC-Zwischenkreises arbeitet und die p-seitigen IGBT über Level-Shifter im HVIC ansteuert werden, ist keine galvanische Isolierung zwischen Hochvolt- und dem Niedervolt-Ansteuerung im Umrichters notwendig. So können die Kosten für separate, galvanisch isolierte +15-V-Spannungquellen und Signalisolierung für jeden einzelnen IGBT-Kanal vermieden werden.

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Nur drei Bootstrap-Kondensatoren müssen auf der Leiterplatte hinzugefügt werden, um die Ansteuerleistung für die p-seitigen IGBTs bereitzustellen. Unter Verwendung dieser Technologie muss die sichere galvanische Trennung an der Mensch-Maschine-Schnittstelle (d.h. zwischen dem Bedien-Interface und dem Umrichter-Leistungsteil) vorgenommen werden. Das ist kostengünstiger als dies für jeden einzelnen IGBT-Kanal separat durchzuführen.

Fall B: Zur Realisierung einer Vektor-Control-PWM müssen die Momentan-Werte des Phasenstroms im Umrichter-Ausgang erfasst werden. Dies kann kostengünstig durch Emitter-Shunts in jeder Phase erfolgen, indem man die offenen n-seitigen Emitter des DIPIPM+ benutzt. Diese Shunt-Signale lassen sich darüber hinaus auch verwendet, um den Kurzschluss-Schutz des DIPIPM+ auszulösen (Bild 7). Das Verwenden der Emitter-Shunts vermeidet höhere Kosten für einzelne AC-Stromsensoren in jeder Ausgangsphase des Umrichters.

Fall C: Neue Umrichter-Geräte müssen den EMV-Anforderungen gemäß EN61800-3 genügen. Zu diesem Zweck werden entweder externe oder Umrichter-integrierte EMV-Filter benutzt. Die Kostenreduzierung dieses EMV-Filters ist ein effizienter Weg, die gesamten Kosten des Umrichter-Systems zu minimieren.

Bild 8 zeigt den Vergleich der Störemission des DIPIPM+ im Vergleich zur vorherigen IPM-Generation (Version 4 DIPIPM) im realen Umrichter-Betrieb. Aufgrund der reduzierten Störabstrahlung des neuen DIPIPM+ kann eine beachtliche Reduzierung des EMV-Filteraufwands erreicht werden.

Fall D: Die wohlüberlegte Pin-Belegung des DIPIPM+ gestattet die niederinduktive Kopplung des Zwischenkreiskondensators mittels einer DC-Sandwich-Struktur. Zudem ermöglicht die Pin-Belegung des Dual-Inline-Gehäuses eine einfache räumliche Trennung der Signal- und Leistungsanschlüsse auf der Leiterplatte (Bild 9) und somit ein kompaktes und damit kostengünstiges Leiterplatten-Design.

Fall E: Das Gehäuse des DIPIPM+ ist für alle Modul-Nennströme zwischen 5 und 35 A/1200 V gleich. Durch diesen weiten Strombereich im gleichen Dual-Inline Gehäuse ist es möglich, die gleiche Leiterplatte für verschiedene Umrichter-Leistungen einzusetzen. Die dadurch erreichbare Reduzierung der Vielfalt an Leiterplatten- bzw. Umrichter-Baugrößen eröffnet eine weitere Möglichkeit, die Materialkosten zu minimieren.

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