IP-Diebstahl TSMC leitet Klagen wegen Industriespionage ein

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Geheimnisverrat bei TSMC: Der Auftragsfertiger für Halbleiter hat juristische Maßnahmen gegen einige aktive und ehemalige Mitarbeitende ergriffen. Ihnen wird vorgeworfen, Industriegeheimnisse zu TSMCs 2-Nanometer-Technologie weitergegeben zu haben.

TSMC-Angestellte in der neuen Fertigungsanlage in Arizona: Der führende Auftragsfertiger für Halbleiter hat eine Reihe von Klagen gegen ehemalige Angestellte eingeleitet. Es geht vornehmlich um den Diebstahl von Industriegeheimnissen bezüglich des hauseigenen 2-Nanometer-Fertigungsprozesses.(Bild:  TSMC)
TSMC-Angestellte in der neuen Fertigungsanlage in Arizona: Der führende Auftragsfertiger für Halbleiter hat eine Reihe von Klagen gegen ehemalige Angestellte eingeleitet. Es geht vornehmlich um den Diebstahl von Industriegeheimnissen bezüglich des hauseigenen 2-Nanometer-Fertigungsprozesses.
(Bild: TSMC)

Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), einer der weltweit wichtigsten Hersteller hochentwickelter Halbleiter, hat rechtliche Schritte gegen mehrere (ehemalige) Mitarbeitende eingeleitet. Grund sind Verdachtsmomente auf die Weitergabe vertraulicher Informationen zur 2-Nanometer-Chiptechnologie.

Das Unternehmen entdeckte die mutmaßlichen Verstöße durch seine routinemäßige Netzwerküberwachung. TSMC zufolge wurde die unautorisierte Aktivität frühzeitig erkannt, was eine schnelle interne Untersuchung ermöglichte. In der Folge wurden disziplinarische Maßnahmen gegen die betroffenen Personen ergriffen.

Laut Medienberichten handelt es sich bei den Beschuldigten um ehemalige Mitarbeitende, die versucht haben sollen, sensibles Know-how zum Entwicklungsstand fortschrittlicher Chipverfahren zu sichern. Ob Informationen tatsächlich weitergeleitet wurden oder in wessen Interesse sie standen, ist derzeit Gegenstand laufender Ermittlungen.

TSMC betont seine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglichen Verstößen gegen den Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Das Unternehmen erklärte, man werde sämtliche rechtlichen Mittel ausschöpfen, um geistiges Eigentum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die strategische Bedeutung von Halbleitern, insbesondere im Zusammenhang mit Anwendungen in der Künstlichen Intelligenz, hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Unternehmen wie Apple, Nvidia oder Qualcomm, die zu TSMCs Kunden zählen, sind direkt von der Sicherheit dieser Technologien betroffen.

Da sich der Fall aktuell in juristischer Prüfung befindet, hält sich TSMC mit weiteren Angaben zurück. Man wolle jedoch die internen Kontrollmechanismen weiter stärken und eng mit den zuständigen Behörden kooperieren, um vergleichbare Vorfälle künftig frühzeitig zu verhindern.(sg)

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