Südostasiatische Länder rund um China ziehen verstärkt Chip- und Elektronikhersteller an. Jüngstes Beispiel: iPhone-Hersteller Foxconn baut eine neue Chipfabrik in Malaysia. Im Fokus: Die boomende E-Mobilität.
Viele Chiphersteller richten ihr Portfolio verstärkt auf den Wachstumsmarkt E-Mobilität aus. Auch Foxconn: Der Elektronikriese will eine Chip-Fab in Malaysia bauen.
(Bild: Clipdealer)
Südostasien, das neue Mekka der globalen Chip-Industrie, ist um ein weiteres Megaprojekt reicher: Der taiwanesische Auftragshersteller Foxconn plant eine neue Chipfabrik in Malaysia, berichtet das Wirtschaftsmagazin Nikkei Asia. Das Projekt ziele insbesondere auf den boomenden Markt für E-Autos, schreibt das Magazin.
Über ein Tochterunternehmen hat Foxconn dem Bericht zufolge eine Absichtserklärung (MOU) mit der örtlichen Firma „Dagang NeXchange Berhard” (Dnex) unterzeichnet, das den gemeinsamen Bau einer 12-Inch-Wafer-Fab vorsieht.
Stark nachgefragte Mainstream-Chips ab 2025
Aufgrund der momentan weltweit schwierigen Versorgungslage mit vielen Komponenten und Fabrikationsanlagen wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis in der neuen Fabrik 28- und 40-Nanometer-Chips produziert werden können. Einige Analysten schätzen bis etwa 2025. Dabei handelt es sich um die am häufigsten eingesetzten Technologien für Mikro-Controller, Sensoren, integrierte Schaltungen für Motorantriebe sowie für Konnektivitäts-Chips etwa für WLAN- und Bluetooth-Anwendungen.
Die beiden Partner strebten in Malaysia zunächst eine Kapazität von 40.000 Chips pro Jahr an, berichtet Nikkei Asia. Der exakte Standort und die genaue Investitionssumme stünden noch nicht fest. In Medienberichten wird über ein Investitionsvolumen von drei bis fünf Milliarden US-Dollar spekuliert.
Auf jeden Fall wäre die geplante Fabrik ein Meilenstein für die Bemühungen der malaiischen Regierung, mehr Halbleiterproduktion und High-Tech-Fertigung ins Land zu holen. Es konkurriert unter anderem mit Vietnam, das sich ebenfalls als attraktiver Standort empfiehlt.
Südostasien wird zum wichtigen Player bei Produktionskapazitäten
Insgesamt kristallisiert sich Südostasien immer stärker als ein früher Gewinner in dem globalen Rennen um neue Produktionskapazitäten für Halbleiter heraus, seit die wirtschaftspolitische Unzuverlässigkeit der von ihrer Null-Covid-Politik und nationalen „Autarkie“ besessenen chinesischen Regierung, die wachsenden Spannungen in der Meerenge von Taiwan, des weiteren globale Handelskriege und zuletzt auch noch der Krieg in der Ukraine weltweit das Streben zu einer Diversifizierung und Neuausrichtung der Chiplieferketten eingeleitet haben.
Es geht den Taiwanesen dabei zum einen um eine Reduzierung ihres politischen Risikos in China, dessen kommunistische Führung in Peking die russische Invasion in der Ukraine nicht verurteilt hat und häufig mit militärischen Drohgebärden an ihren Machtanspruch über Taiwan erinnert.
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* Henrik Bork ist Analyst bei Asia Waypoint, einem auf den asiatischen Markt fokussierten Beratungsunternehmen in Peking.