Halbleiterfertigung in Europa Irland führt 3-Nanometer-Prozess in Europa ein

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Intel hat angekündigt, seinen Fertigungsprozess Intel 3 für die Serienproduktion in seiner Fab 34 im irischen Leixlip einzuführen. Noch in diesem Jahr sollen dort die ersten marktreifen Chips im 3-nm-Prozess gefertigt werden.

Fertigungsanlagen in einem Reinraum von Intels Fab 34. Die Produktionsstätte im irischen Leixlip wird derzeit mit dem hauseigenen 3-Nanometer-Verfahren ausgerüstet. Noch in diesem Jahr sollen dort die ersten Produkte nach dem Prozess Intel 3 in Serienreife vom Band laufen.(Bild:  Intel)
Fertigungsanlagen in einem Reinraum von Intels Fab 34. Die Produktionsstätte im irischen Leixlip wird derzeit mit dem hauseigenen 3-Nanometer-Verfahren ausgerüstet. Noch in diesem Jahr sollen dort die ersten Produkte nach dem Prozess Intel 3 in Serienreife vom Band laufen.
(Bild: Intel)

Seit dem Herbst vergangenen Jahres fertigt Intel bereits im US-Staat Oregon nach seinem hauseigenen 3-Nanometer-Prozess. Nun kommt die Technologie auch nach Europa: Ab Ende 2025 produziert Intel seine 3-nm-Chips in Leixlip, Irland. Dort laufen seit Herbst 2023 bereits Produkte im hauseigenen 4-Nanometer-Prozess vom Band.

Bei dem Intel-3-Prozess handelt es sich nach Intel 4 um den zweiten marktreifen EUV-Lithografie-Knoten des Unternehmens. Dieser bietet nach Angaben des Chipherstellers eine um 18 Prozent bessere Performance pro Watt gegenüber dem Vorgänger. Die Technologie bildet die Grundlage für Intels Xeon 6 Scalable Prozessoren und steht auch Kunden der Intel Foundry Services zur Verfügung.

Die Kapazitäten für High-End-Prozessoren sind in Europa sehr gering. Wenn die Fertigung nach Intel 3 in Leixlip anläuft, wird dieser Prozess der aktuell Fortschrittlichste sein, nach dem Chips im EU-Raum gefertigt werden. Neben dem Intel-3-Prozess bietet das Unternehmen in Europa zudem Fertigungsknoten wie Intel 4, 18A, 7nm und 16nm für Foundry-Kunden an. Gemeinsam mit dem taiwanischen Auftragsfertiger UMC entwickelt Intel darüber hinaus noch ein 12-nm-Verfahren.

Intels fortschrittlichster Technologieknoten, der 18A-Prozess, verbleibt derzeit noch in den USA und soll in diesem Jahr seine ersten Chips in Serienproduktion hervorbringen. Noch im Jahresverlauf 2025 plant Intel, in seinen Produktionsstätten in Arizona die ersten Prozessoren der Panther-Lake-Serie zu fertigen - die ersten serienreifen Halbleiter, die auf dem 1,8-Nanometer-Prozess des Unternehmens basieren.

Während Irland ausgebaut wird, bleiben andere europäische Projekte in der Schwebe. Intels geplante Mega-Fab in Magdeburg steckt weiterhin in der Planungsphase fest. Selbiges gilt für ein angedachtes Packaging-Werk in Polen(sg)

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