Apollo Lake

Einsatzmöglichkeiten der Intel-Prozessoren Apollo Lake

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Die neuen Intel Atom, Celeron und Pentium Prozessoren unterstützen insgesamt 6 PCIe Lanes und bieten somit 4 x PCIe 2.0 im Vergleich zu den 3 x PCIe, die von den Vorgängermodellen bereitgestellt wurden. Damit erweitern sich die Optionen für funktionsreiche IoT Devices, die verschiedene Wireless-Schnittstellenstandards erfüllen müssen, da die üblicherweise über PCIe-Lanes an die Prozessoren angebunden werden. Ebenfalls neu ist die eMMC 5.0-Unterstützung; im Vergleich zum eMMC 4.0 Interface verdoppelt sich dadurch die Lesegeschwindigkeit auf bis zu 3,2 GBit/s. Applikationen profitieren dadurch von schnelleren Bootzeiten und einem höheren Datendurchsatz.

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Zu den neuen Features zählen auch der Support von 4x HSUART und 3x SPI. Das vom Prozessor unterstützte I/O- und Storage-Featureset wird mit zwei SATA 3, 5 x USB 3.0 und 2 x USB 2.0 plus einem Client-fähigen USB 3.0 (USB Typ C mit Stromversorgung) abgerundet. Darüber hinaus sorgen der verbesserte Integrated Sensor Hub (ISH 4) und der integrierte Dual Audio DSP mit bis zu 6 I2S Ports für ein verbessertes Klangerlebnis für die Nutzer.

OS Support

Die neuen Intel Atom, Celeron und Pentium Prozessoren unterstützen Windows 10, Windows 10 IoT sowie Linux (inklusive Yocto), VxWorks und Android (Marshmallow). Windows 7 und 8 werden nicht mehr unterstützt und sind damit obsolet. Einige Applikationen werden möglicherweise eine Anpassung an das neue Windows Betriebssystem benötigen. Dies ist jedoch auch ein wichtiger Schritt nach vorne, denn nur so kann man auch von den Vorteilen des neuen Betriebssystems profitieren.

Windows 10 IoT bietet zum Beispiel eine Reihe von Sicherheitstechnologien wie Secure Boot, BitLocker, Device Guard und Credential Guard, die allesamt dazu dienen, dass die Geräte umfassend vom Einschalten bis zum Ausschalten geschützt sind. Windows 10 IoT lässt sich zudem flexibel auf die jeweils spezifische Geräteumgebung anpassen, sodass man nur die Funktionen bereitstellen muss, die man benötigt. – ganz gleich ob nur eine einzelne App gestartet werden darf oder ob der Zugriff auf unautorisierte USB-Peripherie gesperrt werden soll.

Zusätzlich kann die Windows-Aktivierung – die sonst obligatorisch ist – jetzt auch abgeschaltet werden, um das Booten auch in geschlossenen Netzwerkumgebungen zu ermöglichen. Darüber hinaus profitieren Kunden von einer integrierten Interoperabilität eines einheitlichen Betriebssystems für die IoT typischen heterogenen Device-Umgebungen. Zum Einsatz kommen hier neben Embedded Devices auch Smartphones, PCs und Laptops sowie Edge-, Fog- und Cloud-Server. Das erleichtert nicht nur die Entwicklung von universell einsetzbaren Apps, sondern auch die die Integration von Sicherheitsfunktionen und das Management der IoT-Applikationen.

Erweiterte Echtzeit-Fähigkeiten

Die neuen Intel Atom, Celeron und Pentium Prozessoren bieten zudem auch Support für das Precision Time Management, bei dem der Prozessor die CPU mit den I/Os synchronisiert, um I/Os deterministisch ansprechen zu können.. Diese Technologie verwendet hierfür einen Core Time Stamp Counter sowie eine PCIe Clock Synchronisation, was auch Cache-Kollisionen verhindert. Auch die Virtual Channel (Intel VT) Funktionalität ist für die gesamte CPU enthalten und beinhaltet unter anderem einen Memory Arbiter QoS zwischen CPU und Virtual Channel.

Wieder da: SKUs für den erweiterten Temperaturbereich

Weil Intel den Support des erweiterten Temperaturbereichs bei der vorherigen Generation der Intel Atom Prozessoren (Codename Braswell) aussetzte, mussten Entwickler bei der Evolution von Bay Trail zu Apollo Lake auf diese Funktionalität warten. Die neuen Intel Atom Prozessoren unterstützen nun jedoch wieder raue Umgebungen mit Umgebungstemperaturen von -40° C bis 85° C, was diese neue Prozessorgeneration zu einer idealen Vielzweck-Plattform für Designs in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen macht.

Die neuen Intel Celeron und Pentium Prozessoren sind für den Einsatz von 0° C bis 70° C entwickelt.

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