Schaltschränke richtig entwärmen - Teil 4 Auswahl der Schaltschranktemperatur, Entfeuchtung und Kondensatmanagement
Wo aktiv gekühlt wird, fällt durch Kondensatbildung Wasser an. Damit dieses die Funktion der elektrischen und elektronischen Bauteile nicht gefährdet – etwa durch Verlust der Isolationswirkung oder durch Lachenbildung zu Unfallschwerpunkten führt, sind der Temperaturwahl und dem Management des anfallenden Kondensats einige Aufmerksamkeit zu widmen.
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Dieser Teil der 4-teiligen Beitragsreihe thematisiert die Wahl der richtigen Schaltschranktemperatur. Hier gilt ganz eindeutig, dass „möglichst kalt“ nicht die beste Wahl ist. Außerdem wird dem Kondensatmanagement ein Kapitel gewidmet und abschließend gezeigt, welche zusätzliche Sicherheit ein Energie-Effizienzlabel bietet.
Optimale Schaltschrank-Innentemperatur auswählen
In der Regel sind Kühlgeräte werksseitig auf eine Schaltschrankinnentemperatur von +35°C eingestellt – einem guten Kompromiss zwischen Lebensdauer, Kühlleistung und Kondensatbildung. Eine niedrigere Solltemperatur kann leicht zu einer Taupunkt-Unterschreitung führen, die mit einer erhöhten Kondensatbildung verbunden ist. Bei einer großen Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur besteht zudem die Gefahr, dass beim Öffnen des Schaltschrankes eine Kondensation von Luftfeuchte auf den Elektronikkomponenten auftritt, die zu elektrischen Fehlfunktionen führen kann.
Der Thermostat für die Regelung des Kühlgeräts sollte im Ansaugbereich der temperatursensiblen Bauteile sitzen. Eine Platzierung darüber oder in Schrankfeldern, die nicht klimatisiert werden, ist nicht empfehlenswert, da dort oft erhöhte Temperaturwerte registriert werden, die keinen Bezug zur Qualität der Klimatisierung im Bereich der temperaturkritischen Bauteile aufweisen.
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