Schaltschränke richtig entwärmen - Teil 4

Auswahl der Schaltschranktemperatur, Entfeuchtung und Kondensatmanagement

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

Der Sinn eines Energieeffizienz-Labels

Ein von Rittal neu eingeführtes Energie-Effizienz-Label garantiert, dass die Kühlleistung nach EN ISO 3168 in der Betriebspraxis eingehalten wird (Archiv: Vogel Business Media)

Den rasant steigenden Verlustleistungen durch die immer leistungsfähigere Technik in den Produktionsprozessen lässt sich nur mit hocheffizienten Kühlsystemen begegnen. Es wird zukünftig allerdings nicht mehr genügen, einfach nur ausreichend Kühlleistung zur Verfügung zu stellen. Immer größere Bedeutung gewinnt die Effizienz, mit der die Kühlleistung aus elektrischer Primärenergie erzeugt wird. Dabei stehen Klimaschutz und Energiekostenersparnis im Mittelpunkt.

Um beides gleichermaßen zu erreichen, hat sich der Schaltschrank-Kühltechnik-Pionier Rittal seit vielen Jahren der kontinuierlichen Steigerung des Wirkungsgrades der Kühltechnologie gewidmet. Beispielsweise durch eine neuartige, schmutzabweisende Nanobeschichtung seiner Kühlgeräte und durch Kälteleistungen, die seit 1993 um bis zu 49% gesteigert wurden. Diese erreichen aktuell einen Wert von bis zu 2,30 im Dauerbetrieb, wo herkömmliche Geräte oft nur eine Kälteleistungszahl von 1,60 (und auch das nur bei regelmäßiger Wartung, Reinigung und frühzeitigem Filterwechsel) aufweisen können.

Als wegweisenden Schritt sieht man in Herborn deshalb auch ein neues Energie-Effizienz-Label nach DIN EN ISO 14021. Es ist eine gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut geschaffene „Hersteller-Selbst-Verpflichtung“ und garantiert den Anwendern nachvollziehbar höchste Effizienz des Energieeinsatzes. Gekennzeichnet werden Schaltschrankkühlgeräte, die nachweislich und in Serie den Vorgaben nach DIN 3168 entsprechen. Diese Norm wird im Markt gern als Leistungsmerkmal zitiert. Das bedeutet aber leider nicht, dass sie auch immer von allen eingehalten wird.

Für die Einhaltung der Leistungsdaten fällt offensichtlich der Nanobeschichtung eine besondere Rolle zu. Bei Rittal ist dies eine blau schimmernde, glasartig glatte, diamantharte Oberflächenversiegelung der für den Wärmeaustausch verantwortlichen Bauteile. Dadurch ergibt sich vor allem in staub- und ölbelasteten Umgebungen eine deutlich geringere Schmutzhaftung der Wärmetauscherlamellen sowie eine länger konstant hoch bleibende Kühlleistung.

Beispielhafte Modellbetrachtung

Eine beispielhafte Modellbetrachtung, durchgeführt von der unabhängigen Deutschen Montan Technologie (DMT), bestätigt diese Vorteile. In einem Test von Kühlgeräten gleicher Ausgangsleistung unter belasteter Umgebungsluft (ASHRAE-Prüfstaub) ergab sich eine deutlich höhere Performance mit Nanobeschichtung. Dabei lassen sich pro Gerät und Jahr 154 Euro respektive 910 kg CO2 einsparen (Testparameter: Betrieb unter Volllast/Teillast = 70/30%; 16 Stunden pro Tag an 250 Tagen; 0,11 Euro/kWh). Praxisversuche in staub- und ölbelasteten Fertigungsbetrieben weisen in die gleiche Richtung, wie diese Versuche unter Laborbedingungen, die einem zweimonatigen Zeitraum entsprachen.

(ID:301555)