Ford-CEO kritisiert Trump Zölle "reißen ein Loch" in die US-Autoindustrie

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Die jüngsten Zollmaßnahmen der Trump-Regierung stoßen in der US-Autoindustrie auf scharfe Kritik. Jim Farley, CEO von Ford, äußerte Bedenken hinsichtlich der angekündigten 25-prozentigen Zölle auf Importe aus Mexiko und Kanada.

Die Autoindustrie sorgt sich wegen der angekündigten Zölle in den USA.(Bild:  KI-generiert)
Die Autoindustrie sorgt sich wegen der angekündigten Zölle in den USA.
(Bild: KI-generiert)

Farley warnte davor, dass diese Zölle "ein Loch" in die US-Autoindustrie reißen könnten, das "wir noch nie gesehen haben". Farley betonte, dass Präsident Trump zwar oft davon spreche, die US-Autoindustrie zu stärken und mehr Produktion sowie Innovation ins Land zu holen, doch bisher sehe man "eine Menge Kosten und Chaos".

Die geplanten Zölle könnten erhebliche Auswirkungen auf die komplexen Lieferketten der Automobilhersteller haben. Viele Fahrzeugteile überqueren während des Produktionsprozesses mehrfach die Grenzen zwischen den USA, Mexiko und Kanada. Eine 25-prozentige Abgabe auf eingehende Waren aus diesen Ländern könnte die Produktionskosten erheblich steigern und die Preise für Endverbraucher in die Höhe treiben.

Besonders betroffen wären US-Hersteller wie Ford, General Motors und Stellantis, die stark auf grenzüberschreitende Zulieferketten angewiesen sind. Farley betonte, dass diese Zölle „eine Goldgrube für unsere Wettbewerber“ sein könnten. Marken wie Hyundai, Kia und Toyota, die ihre Fahrzeuge aus Südkorea und Japan ohne zusätzliche Abgaben in die USA importieren, würden profitieren.

Finanzmärkte in Aufruhr

Die Unsicherheit über die zukünftige Handelspolitik sorgt bereits jetzt für Unruhe an den Finanzmärkten. Die Aktienkurse großer Automobilhersteller und Zulieferer gerieten nach der Ankündigung der Zölle unter Druck. Analysten schätzen, dass die zusätzlichen Handelsbarrieren die Automobilindustrie weltweit jährlich rund 33 Milliarden Dollar kosten könnten.

Trump-Regierung verteidigt Handelsstrategie

Die Trump-Administration verteidigt die Zölle mit dem Argument, dass sie notwendig seien, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten und die heimische Industrie zu schützen. Doch Kritiker warnen, dass diese Maßnahmen den gegenteiligen Effekt haben könnten: anhaltende wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Preise für Verbraucher und eine geschwächte Wettbewerbsfähigkeit der US-Autohersteller.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob es zu Verhandlungen und möglichen Kompromissen kommt – oder ob die Zölle wie geplant in Kraft treten. Für die US-Autoindustrie und deren Millionen von Beschäftigten könnte die Entscheidung richtungsweisend sein. (mc)

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