Team-Arbeit Wie Teamarbeit für alle zum vollen Erfolg wird

Autor / Redakteur: Gerhard Szodrak* / Martina Hafner

Finden Sie Teamarbeit auch lästig? Dabei arbeiten Teams wesentlich effektiver als Einzelpersonen, wenn sie systematisch und nachhaltig gestaltet werden.

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Teamarbeit !? Wie geht es Ihnen, wenn sie sich an Ihre letzte Aufgabenstellung erinnern, erzeugt die Aussicht auf die nächste bevorstehende Teamarbeit bei Ihnen eher Lust oder Frust? Ganz gleich, wie Sie diese Frage für sich selbst beantworten, der überwiegende Teil der Menschen in deutschen Unternehmen empfindet Teamarbeit eher als lästig und unangenehm.

Und erschreckender Weise auch als ineffizient. Nach diversen Untersuchungsergebnissen herrscht überwiegend die Meinung, dass „in unzähligen Meetings sehr viel wertvolle Arbeitszeit verschwendet wird und die dabei erzielten Ergebnisse weder systematisch nachvollziehbar sind, noch einen nachhaltigen Effekt haben.“

Das ist in einer Zeit, in der die immer weiter steigende Arbeits- und Aufgabenkomplexität effiziente Teamarbeit in den Unternehmen absolut notwendig macht, gelinde gesagt eine Katastrophe. Denn entsprechende Studien haben gezeigt, dass die Arbeitseffizienz guter Teams mindestens 30 bis 45 Prozent über denen von Einzelpersonen liegt.

In der regelmäßigen Beratung von Teambildungsprozessen begegnet uns daher immer häufiger die Frage, wo die Gründe für den geringen Erfolg von Teams liegen und wie man diesen Effekt umkehren, also Teamarbeit als Führungskraft attraktiv selbst gestalten kann. Die Antwort auf diese Frage ist einfacher, als Sie vielleicht glauben.

Denn wenn man weiß, welche wesentlichen Kompetenzen ein gut funktionierendes Team braucht, und im welchem Umfang die einzelnen zur Verfügung stehenden Mitarbeiter darüber verfügen, ist systematische Teambildung in der täglichen Praxis mit etwas Übung recht einfach umsetzbar.

Wozu sind effiziente Teams überhaupt im Stande?

Hand aufs Herz, haben Sie der jungen und eher unerfahrenen deutschen Mannschaft in der Fußballweltmeisterschaft den 3. Platz zugetraut? Und dann fehlte auch noch der größte Star der Mannschaft, wie sollte das gut gehen? Die Antwort war der Presse zu entnehmen: „Unser Bundestrainer hat es geschafft, ein leidenschaftliches und motiviertes TEAM zusammenzustellen und die Spieler mit den nötigen Kompetenzen an den optimalen Stellen einzusetzen!“

Da stellte sich die Frage, wie hat er das nur gemacht? Noch kurz vor der WM war die Vertragsverlängerung des Bundestrainers schwer umstritten und nun wird er von allen Seiten hofiert. Zufall? Glück? Nein, er hat unter anderem „nur“ ganz einfache Regeln der Teambildung für Führungskräfte befolgt:

  • Gib jedem die Aufgabe im Team, die am ehesten seinen individuellen Talenten entspricht.
  • Gib jedem absolute Klarheit darüber, wer im Team welche Aufgabe und damit Verantwortung hat und warum.
  • Schaffe eine Vision für das Team, also ein Ziel, das so wichtig ist, das sich die gemeinsame Anstrengung nachvollziehbar lohnt.

Ist das in Ihrem Arbeitsalltag umsetzbar? Ja, nach etwas Vorbereitung sogar recht einfach!

In jedem erfolgreichen Team gibt es klare Positionen, die für alle Teammitglieder nachvollziehbar sein müssen. Eben so wie den Torwart, den Stürmer, oder den Rechtsaußen in einer Fußballmannschaft. Was glauben Sie wäre das Ergebnis, wenn nicht bekannt wäre, welcher Spieler im Team welche Stelle ideal ausfüllt? Und wenn der Trainer das Team nach dem Motto „wer gerade Lust und Zeit hat“ zusammenstellt und anschließend die Mannschaft im Spiel ihrem Schicksal überlässt? Eigentlich undenkbar, aber leider zu oft Realität im Arbeitsalltag.

Im Profifußball wird jedem Spieler in jahrelanger Beobachtung und Aufbauarbeit seine klare Kompetenz zugeordnet und es wird versucht, das Team aus diesen Erkenntnissen heraus für die vor ihm liegende Aufgabe optimal zu besetzen. Und genau so wie ein Fußballtrainer haben Sie als Führungskraft im Arbeitsalltag die Möglichkeit, die zur Teambildung notwendigen Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter im täglichen miteinander herauszufinden um anschließend jedem „seinen“ besten Platz zuzuordnen. Natürlich erfordert das ein wenig Umdenken, Übung und auch etwas Aufwand, aber all das lohnt es sich zu investieren, da sich die Ergebnisse und die innere Motivation ihrer Teams nachhaltig verbessern werden.

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