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Universell geeignet für die Installation von Netzzugängen
Zum Bereitstellen eines Hochgeschwindigkeitszugriffs über bestehende Kupferleitungen in der „letzten Meile“ wird VDSL2 ebenso in die Glasfaserarchitekturen integriert. VDSL2 ist eine Technologie für die physikalische Ebene bei Zugriffsnetzwerken. Sie verwendet eine DMT-Modulation (Discrete Multitone Technique – Mehrton-Modulationstechnik) und stellt hohe Bandbreiten zur Verfügung. In VDSL2 sind acht Profile für eine Reihe von Anwendungen definiert, die von kurzen bis zu sehr langen Kabelstrecken reichen, wodurch sich diese Technologie universell für die Installation von Netzzugängen eignet.
Neue VDSL2-Produkte unterstützen eine Reihe neuartiger Merkmale, wie zum Beispiel integrierte QoS- (Quality of Service) Funktionen, verbesserte Pulsrauschunterdrückung (INM - Impulse Noise Protection), kontinuierliche Datenratenanpassung (SRA –Seamless Rate Adaptation), schnelle Datenratenanpassung (RRA – Rapid Rate Adaptation) und Channel Bonding. Bei allen diesen Funktionen handelt es sich um Funktionen zur Verbesserung der Qualität erweiterter Dienste.
Mehrwertdienste schnell und kostengünstig bereitstellen
Ein weiterer wichtiger Vorteil von VDSL2 besteht darin, dass die Technologie eine durchgängige IP-Datenübertragung in genau der Technik unterstützt, die auch bei allen neuen Zugangstechnikinstallationen zum Einsatz kommt.
VDSL2 ist für Telekommunikations-Carrier ein wichtiges Hilfsmittel, um die Glasfaserverkabelung näher an den Kunden heranzubringen. Mit VDSL2 können sie umsatzsteigernde Mehrwertdienste schnell und kostengünstig vom Knoten, vom Schaltkasten, vom Straßenrand oder selbst von den Steigrohren in einem Wohnblock über eine bestehende Kupferkabelinfrastruktur bereitstellen. VDSL2 wird bereits heute in Asien von Carrier in Japan, Korea und Taiwan sowie in Europa, zum Beispiel in Belgien, Deutschland und der Schweiz eingesetzt.
Die Vorteile des Hybridkonzepts
Obwohl FTTH für Service Provider der beste Weg zum Aufbau eines Netzwerks ist, das die Bandbreiten-Anforderungen bis weit in die Zukunft erfüllen kann, sind seine Vorlaufkosten und sein langwieriger Installationsprozess selbst für Anbieter mit reichlichen Budgets abschreckend. Eine Hybridarchitektur mit einer Kombination aus Glasfaserkabeln und VDSL2 für die letzte Teilstrecke des Zugangsnetzwerks erlaubt dem Service Provider, moderne Breitband-Dienste kostengünstig und schnell bereitzustellen. So kann er schon während des Aufbaus eines Migrationspfads für zukünftige Glasfaser-Installationen Umsätze generieren.
*Venkat Sundaresan ist leitender Product Marketing Manager für Vernetzungsprodukte, Dr. Manouchehr Rafie ist Director der Strategic Products and Technologies Access Products Group bei Ikanos Communications
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