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Glasfaser endet erst am Straßenrand vor dem Haus
FTTC ähnelt FTTN/FTTR, allerdings reicht die Glasfaserverkabelung hier näher an den Endanwender heran. Die Glasfaser endet erst am Straßenrand vor dem Haus und nutzt von dort die Kupferinfrastruktur bis zum Gebäude. Weil eine durchgehende Glasfaserverlegung bis zur Wohnung vermieden wird, entfallen viele Beeinträchtigungen des Kunden, so zum Beispiel Erdarbeiten im Vorgarten zur Glasfaserkabelverlegung oder die Installation neuer Geräte bzw. die Verlegung neuer Leitungen in die Wohnung. Diese Methode ist jedoch kostspieliger als FTTN/FTTR, weil mehr Glasfaserkabel und Bauarbeiten benötigt werden.

Während die Installationskosten erheblich von FTTH über FTTB bis zu FTTN/FTTR/FTTC variieren, bieten alle Konzepte unter den richtigen Bedingungen eine weitgehend vergleichbare Übertragungsleistung. Tabelle 3 stellt die drei gängigsten Standards vor, die im Rahmen aktueller Glasfaserinstallationen zum Einsatz kommen.
GPON gilt als FTTH-Technologie der Wahl für Europa
Beim Aufbau einer FTTH-Installation nutzen Service Provider eine von zwei gängigen Normen: EPON (Ethernet Passive Optical Networking) und GPON (Gigabit PON). EPON ist auf dem japanischen Markt beliebt und breitet sich auch in anderen asiatischen Ländern wie etwa in China und Korea aus. EPON beruht auf der Ethernettechnologie und dem IEEE-Standard P802.3ah. EPON liefert Datenströme bis zu 1 GBit/s und kann Entfernungen von bis zu 20 km zwischen dem Optical Line Terminal (OLT) und dem Optical Network Terminal (ONT) überbrücken. EPON OLTs unterstützen bis zu 32 einzelne Anwender an jedem PON-Port.
GPON beruht auf den ITU-T Standards G.984.1, G.984.2, G.984.3, G.984.4 und G.984.5, und wird weltweit eingeführt. Man erwartet, dass dies die FTTH-Technologie der Wahl für Europa und Nordamerika sein wird. GPON beruht auf einem generischen Frame-Protokoll (GFP), das eine offene Schnittstelle für eine effizientere Übertragung der unterschiedlichsten Protokolle bietet.
GPON ermöglicht symmetrische und asymmetrische Kombinationen aus Datenübertragungsraten bis zu 2,5 GBit/s. Es überbrückt Entfernungen bis zu 37 km zwischen einem OLT und einem ONT. GPON unterstützt bis zu 64 einzelne Benutzer pro PON-Port. Die neu freigegebenen Normen G.984.4 und G.984.5 bieten jeweils Dynamische Bandbreitenzuweisung (DBA ) sowie optionale Schutzfunktionen für erhöhte Stabilität.
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