Embedded WiFi

Tipps zur Auswahl einer integrierten WiFi-Lösung

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Authentifizierungsverfahren gibt es Dutzende

Die WiFi-Authentifizierung dagegen ist weitaus komplexer. Bei der Verschlüsselung kann man sich praktisch nur für eines von drei Verfahren entscheiden. Authentifizierungsverfahren dagegen gibt es im Dutzend billiger. Glücklicherweise kommen in der Praxis vorrangig zwei Verfahren zum Einsatz: EAP-TLS und PEAP. Dabei handelt es sich um die beiden einzigen Verfahren, die Microsoft Windows ohne zusätzliche Anstrengungen unterstützt. Soll ein Embedded-System WiFi-Authentifizierung ermöglichen, sollten zumindest diese Verfahren unterstützt werden.

Darüber hinaus kommen in Einzelfällen EAP-FAST und LEAP zum Einsatz. Generell gilt: je mehr WiFi-Authentifizierungsverfahren unterstützt werden, desto besser. Bitte beachten Sie beim Lesen von Datenblättern, dass WiFi-Authentifizierung auch unter den Synonymen 802.11i-Authentifizierung, WPA- oder WPA2-Authentifizierung oder 802.1X-Authentifizierung laufen kann. Fragen Sie den Lieferanten für Ihr Embedded-System unbedingt nach den unterstützten Authentifizierungsmethoden.

Authentifizierung ist meist erforderlich

Wann sollte eine WiFi-Applikation Authentifizierung unterstützen? Wer bei der Realisierung und Spezifikation seines WiFi-Netzes keinerlei Einschränkungen unterliegt, kommt möglicherweise ohne Authentifizierung aus – Verschlüsselung alleine könnte schon ausreichen. Soll Ihr Gerät aber in beliebige WiFi-Netze eingebunden werden – und das gilt insbesondere für WiFi-Netze in Unternehmen –, ist eine Authentifizierung meist erforderlich.

Bei Ad-hoc-Verbindungen (Verbindungen, die direkt zwischen zwei Endgeräten ohne Access Point aufgebaut werden) werden WiFi-Verschlüsselung und -Authentifizierung nur halbherzig unterstützt. Daher sollten Sie unter Sicherheitsaspekten nur den Infrastruktur-Modus (mit einem Access Point) in Betracht ziehen.

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