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WiFi-Lösung soll langfristig verfügbar sein
In der Regel spielt jedoch bei der Entwicklung von Embedded-Systemen die langfristige Verfügbarkeit einer WiFi-Lösung eine wichtige Rolle. Wenn Sie eine Seriell-auf-WiFi-Lösung einsetzen, so enthält diese vermutlich eine feste, bereits bei der Herstellung programmierte Firmware. Sollte der Hersteller künftig einen anderen WiFi-Chipsatz verwenden, kann er bereits bei der Herstellung die programmierte Firmware ändern – noch bevor er Ihnen den Baustein verkauft.
Wollen Sie hingegen ein Embedded-Gerät mit integriertem WiFi-Chipsatz realisieren, sollten Sie sorgfältig analysieren, welche Probleme ein anderer WiFi-Chipsatz möglicherweise nach sich ziehen kann:
- Verfügt das Embedded-Gerät über einen vorinstallierten WiFi-Treiber (etwa als Bestandteil eines vorinstallierten Betriebssystems), sollte der Hersteller den Treiber entsprechend ändern können, sobald der Chipsatz geändert werden soll.
- Wird der WiFi-Treiber hingegen als Teil Ihrer Firmware für das Gerät kompiliert, wird ein anderer WiFi-Chipsatz größere Probleme verursachen. Sie würden dann einen neuen Treiber und verschiedene Firmwareversionen für unterschiedliche Hardwareversionen benötigen. Daher sollten Sie mit dem Hersteller einige Fragen klären: Wird die Lieferung entsprechender Chipsätze über die Produktlebensdauer garantiert? Wie reagiert der Hersteller, wenn der WiFi-Chipsatz abgekündigt wird?

WiFi lässt sich in verschiedene Kategorien (siehe Tabelle) unterteilen. Der Standard 802.11b war die erste WiFi-Technologie, die auf breiter Front Akzeptanz fand; mittlerweile wurde sie durch 802.11g weitgehend ersetzt. 802.11a kam sporadisch zum Einsatz, erreichte aber nie die Popularität von 802.11g. 802.11n ist noch nicht ratifiziert, aber die Konsumelektronikszene unterstützt bereits vorläufige Versionen des Standards mit Bausteinen.
Overhead im Infrastrukturmodus
Bedenken Sie, dass die max. Datenrate nicht wirklich den zu erwartenden Datendurchsatz ergibt. WiFi ist speziell im Infrastrukturmodus mit einem ziemlich hohen Overhead behaftet, weil die meisten Daten zunächst an den Access Point und erst anschließend von dort zum eigentlichen Ziel gesendet werden. Typischerweise beträgt der max. Datendurchsatz deutlich weniger als die Hälfte der max. Datenrate.
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