Erneuerbare Energien Solarmanager fernüberwacht Photovoltaikanlagen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Photovoltaikanlagen sollten möglichst störungsfrei laufen. Kleine Schwankungen bleiben jedoch oft unentdeckt, da die Stromerzeugung zwar weiterläuft – allerdings vermindert. Mit der Software solMan zur Fernüberwachung von PV-Anlagen gehört das der Vergangenheit an.

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Eine Photovoltaik-Anlage: Mit dem Solarmanager solMan lässt sie sich komfortabel fernüberwachen
Eine Photovoltaik-Anlage: Mit dem Solarmanager solMan lässt sie sich komfortabel fernüberwachen
(Bild: ensibo)

Die Solarmanager-Software SolMan des Hamburger Unternehmens ensibo wurde gemeinsam mit dem Spezialisten für Software Engineering QAware entwickelt, um solche Störungen mit wenigen Mausklicks zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Ulrich von Borstel weiß was er tut. Der Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens ensibo, das sich auf das professionelle Betriebsmanagement für Solarstromanlagen spezialisiert hat, war lange Zeit als Angestellter bei Photovoltaikunternehmen tätig. 2011 machte er sich selbständig: „Da ich jahrelang selbst Software-Nutzer im Angestelltenverhältnis war, wusste ich einfach, was für die tägliche Arbeit wichtig und sinnvoll ist. Deshalb war mir klar, was meine Lösung können sollte und was nicht.“ So ging der gelernte Mess- und Regelmechaniker mit sehr detaillierten Vorstellungen, wie seine Software einmal aussehen sollte, auf die Suche nach einem professionellen Dienstleister für die geplante Neuentwicklung.

Chemie zwischen beiden Unternehmen stimmte

Etwa ein Dutzend Firmen hat der ensibo-Geschäftsführer dafür unter die Lupe genommen. Bei drei Unternehmen, die den Anforderungen am nächsten kamen, hat sich von Borstel anschließend sowohl nach den Kosten für ein detailliertes Fach- und IT-Konzept als auch nach den Kosten für die Entwicklung erkundigt.

Zwar boten manche Softwareschmieden zum Teil mehr Leistung für etwas weniger Geld, aber die Qualität des Software-Engineering-Spezialisten QAware hat letztendlich am meisten überzeugt: „Wir waren sicher, dass die Münchner den Zeitplan samt festgelegten Preis einhalten und die gewünschten Funktionen gut umsetzen würden. Das war uns sehr wichtig, denn ich weiß, wie schlimm Software-Entwicklung manchmal enden kann.“ QAware wirkte laut von Borstel von Anfang an sehr professionell: „Die Chemie hat einfach gestimmt. Wir fühlten uns rundum gut aufgehoben.“

PV-Anlagen unter der Lupe

Nachdem QAware relativ schnell das gewünschte Konzept erstellt hatte, mit welchen Funktionen die Software ausgestattet werden soll und wie die Einführung ablaufen könnte, ging es ans Eingemachte: „Zusammen haben wir drei Workshops veranstaltet. Dort sind wir noch mal ins Detail gegangen. QAware stand uns immer mit Rat und Tat zur Seite und beriet uns, was wir gut umsetzen können und wovon wir besser die Finger lassen sollten“, berichtet von Borstel. Bereits nach fünf Monaten konnte die Software „solMan“ (kurz für „Solarmanager“) pünktlich zum festgelegten Termin, zum vorab vereinbarten Preis und mit dem gewünschten Leistungsumfang in Betrieb gehen.

Mit solMan können Photovoltaikanlagen fernüberwacht werden. Das Betriebssystem zieht dafür permanent Daten aus dem Datenlogger der Photovoltaikanlagen. Daraus lassen sich – unabhängig von der Hardware – verschiedenste Berichte und Auswertungen erstellen wie Quartalsberichte oder Verfügbarkeits- und Ertragsanalysen. Welche Daten aufgezeichnet werden sollen und welche Prozesse wichtig sind, kann vorab von den jeweiligen Anlagenbetreibern festgelegt werden.

Übersichtliche Darstellung der PV-Daten

Damit der Strom fließt: Mit dem Solarmanager solMan lassen sich Photovoltaikanlagen fernüberwachen.
Damit der Strom fließt: Mit dem Solarmanager solMan lassen sich Photovoltaikanlagen fernüberwachen.
(Bild: ensibo)
Auswertungen und Berichte lassen sich vom Nutzer mit wenigen Mausklicks erstellen und werden detailliert und übersichtlich dargestellt. So ist es im Rahmen von Inspektionen vor Ort leicht, frühzeitig Auffälligkeiten, Unplausibilitäten oder Fehler zu erkennen. Denn durch den Einsatz modernster Messgeräte werden die Werte auf Plausibilität geprüft und Fehler aufgezeigt. Auf diese Weise ist es möglich, diese bereits im Rahmen der Inspektion zu beseitigen, ohne dass eine zusätzliche Anfahrt eines Technikers nötig wird.

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