Der Weg zur perfekten Präsentation - Teil 5 So vermeiden Sie Fehler in der Vorbereitung und beim Präsentieren
Nicht Fakten, Argumente und Beweise überzeugen, sondern die Person, die präsentiert. In diesem Beitrag zeigt Präsentationsexperte Michael Mosslang typische Fehler vor, während und nach der Präsentation und wie sich diese vermeiden lassen.
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Wir verbringen viel Zeit mit Präsentationen – als Präsentierender und als Teilnehmer. Präsentationen sind wichtig, da sie über Projekte, Aufträge und Karrieren entscheiden. Immer wieder machen Präsentierende die selben Fehler. Präsentationen überzeugen - vorausgesetzt man versteht es, die typischen Fehler zu vermeiden. Hier eine Auswahl der häufigsten 15 Fehler:
1. Mangelnde Vorbereitung
Viele Präsentationen werden schlecht vorbereitet. Das führt zu mittelmässiger bis miserabler Struktur, Foliengestaltung und Performance des Präsentierenden. Eine durchdachte Dramaturgie, Spannung und Verständlichkeit ist oberstes Gebot. Das dauert seine Zeit, halten Sie sich dazu an die 15-5-15 Richtlinie für die Zeitplanung (wie im zweiten Teil dieser Serie „So planen Sie Konzeption, Inhalt und Zeit Ihrer Präsentation“) näher erläutert) : 15 mal die Länge der Präsentation in Minuten für die Ideenfindung, Konzeption und Dramaturgie, 5 mal für das Foliendesign und weitere 15 mal für das Üben und Einstudieren.
2. Information Overload
Viele Präsentatoren glauben alle Aspekte in einer Präsentation berücksichtigen zu müssen. Und so werden alle Fakten, Argumente und Beweise aufgenommen. Teilnehmer können diese Menge an Informationen ohnehin nicht verarbeiten. Stattdessen ist es sinnvoll, sich auf die allernötigsten Informationen zu beschränken, nämlich auf genau die, die relevant sind, das Ziel zu erreichen, also zu überzeugen. Es überzeugen aber nicht Fakten, Argumente und Beweise, sondern der Präsentator mit seinem Auftreten sowie die Bilder und Emotionen, die er erzeugt.
3. Fehlende Visualisierungen
Ein Großteil der Präsentationen besteht aus Textfolien mit viel zu viel Text. Text ist immer die schlechteste Methode für Folien, besonders, wenn dieser Text auch noch vorgelesen oder wörtlich wiederholt wird. Statt dessen erzeugen Bilder einen nachhaltigeren Merkeffekt. Das können humorvolle, eindrucksvolle oder emotionale Fotos sein oder auch Illustrationen. Doch Vorsicht: auch eine Grafik darf nicht zu überladen und muss in wenigen Sekunden erfassbar sein.
4. Volle Folien
Manchmal muss es auch Text oder eine komplexe Darstellung in Form einer Grafik sein. Denn lautet meine Empfehlung: Vergessen Sie nicht, dass das für den Teilnehmer vollkommen neu ist. Zeigen Sie ihm nicht die komplexe Grafik auf einmal, sondern bauen Sie Stück für Stück auf und erklären dazu Ihre Gedanken. Für Text mit Aufzählungspunkten gilt das ohnehin. Sie zeigen nur den Punkt, über den Sie sprechen. Der nächste erscheint erst, wenn Sie über diesen sprechen. So denkt niemand voraus. Doch bitte lassen Sie die Texte nicht hereinfliegen, sondern einfach nur erscheinen. Grundlose Animationen nerven die Zuseher.
5. Alte Folien
Um sich bei der Vorbereitung Zeit zu sparen, verwenden manche schon mal alte Folien oder solche von Kollegen. Das führt oft zu langweiligen Stellen, wenn diese auch das Publikum schon kennt. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder kennt die Inhalte schon jeder, dann entfällt die Folie. Oder der Inhalt muss nochmals in Erinnerung gerufen werden, dann finden Sie einen neuen, spannenderen Weg, die Inhalte zu wiederholen.
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