Der Weg zur perfekten Präsentation - Teil 5

So vermeiden Sie Fehler in der Vorbereitung und beim Präsentieren

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10. Anordnung im Raum

Leider sind in vielen Räumen die technischen Vorraussetzungen vorgegeben und nicht zu verändern. Das bedeutet, dass meist die Leinwand in der Mitte der Frontwand angebracht ist. Dadurch werden Sie in die Ecke gedrängt. Besser ist, Sie stehen in der Mitte und die Leinwand seitlich. Rednerpulte oder hohe Tische für Beamer und Laptop behindern den freien Blick auf Sie, verwenden Sie niedrige Tische oder noch besser, stehen Sie vollkommen frei. Wo immer Sie dies beeinflussen können, tun Sie es. Wenn Die Teilnehmer nicht mitschreiben müssen, ist es besser, nicht durch Tische eine Barriere zu erzeugen.

Während

11. Mangelnder Blickkontakt

Publikum braucht den Kontakt zum Präsentierenden. Dieser Kontakt entsteht durch Empathie und den Blick. Halten Sie deshalb als Präsentator festen Blickkontakt mit jedem Teilnehmer. Dabei hat sich gezeigt, dass unter zwei Sekunden zu kurz ist, bei mehr als sieben Sekunden wird es dagegen aufdringlich (was Sie durchaus im Sinne von eindringlich Überzeugen nutzen können).

12. Nicht auf Publikum achten, Atmosphäre nicht berücksichtigen

Ihr Publikum hat Gefühle und diese entscheiden über den Erfolg Ihrer Präsentation. Wenn Sie an Gesichtsausdruck oder Körpersprache merken, dass jemand mit dem Gesagten oder einer Störung ein Problem hat, gehen Sie auf ihn ein. Behandeln Sie jeden einzelnen so, als würden Sie die Präsentation nur für ihn machen. So fühlt sich jeder von Ihnen gut behandelt und Sie werden alle überzeugen.

13. Auf Fragen nicht eingehen

Haben Sie schon einmal eine Frage gestellt oder stellen wollen, der Präsentierende hat Sie Ihnen jedoch nicht beantwortet oder gleich vorher darauf hingewiesen, dies erst am Ende zu tun? Wie haben Sie sich da gefühlt? Es ist wichtig, Fragen jederzeit zuzulassen und auch zu beantworten. Vor allem, wenn der Teilnehmer die Antwort braucht, um den Rest verstehen zu können. Fassen Sie sich als Präsentator mit der Antwort kurz, behalten Sie auch die Zeit im Griff.

14. Keine Call-to-Action

In angelsächsischen Ländern ein absolutes Muss, bei uns oft vergessen: Am Ende Ihres Vortrages steht eine Handlungsaufforderung. Jeder Teilnehmer muss wissen, was nun seine Aufgabe ist. Muss er sich um etwas kümmern, muss er eine Entscheidung treffen oder auch nur Ihnen zustimmen? Formulieren Sie die Call-to-Action klar und deutlich und direkt an das Publikum, in vielen Fällen sogar an jeden Einzelnen.

15. Unpünktlich fertig

Präsentationen sind selten zu kurz, leider häufig zu lang. Wenn Ihre Redezeit mit 45 Minuten vorgegeben ist, planen Sie Ihre Präsentation deutlich kürzer, vielleicht 30 Minuten. So haben Sie erstens Zeit, ausführlich Fragen zu beantworten und in Diskussionen einzusteigen, zum anderen können Sie ausgleichen, falls Ihr Vorgänger schon überzogen hat. Wer in 30 Minuten nicht überzeugen kann, kann dies in 45 auch nicht. Teilnehmer freuen sich auch, wenn Sie früher gehen können.

Für den ersten Teil der Beitragsreihe - Wie Sie Ihre Präsentation entrümpeln und Ihre Zuhörer überzeugen - klicken Sie bitte hier: Teil 1

Für den zweiten Teil der Beitragsreihe - So planen Sie Konzeption, Inhalt und Zeit Ihrer Präsentation - klicken Sie bitte hier: Teil 2

Für den dritten Teil der Beitragsreihe - So bringen Sie Spannung in Ihre Präsentation - klicken Sie bitte hier: Teil 3

Für den vierten Teil der Beitragsreihe - So setzen Sie Alternativen zu Powerpoint ein - klicken Sie bitte hier: Teil 4

*Michael Moesslang ist der führende Keynote Speaker und Führungskräfte-Coach zum Thema Wirkung und Präsentation.

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