Veraltete Schnittstellen SATA-HDD und SD-Karte ersetzen SCSI-Technologie
Neue Komponenten mit neuen Schnittstellen in einem bestehenden Kommunikationssystem einzuführen, ohne die vorhandenen Schnittstellen zu verändern, scheint unmöglich. Präsentiert man jedoch dem System die modernen Komponenten im alten Gewand, akzeptiert es die neuen Komponenten widerspruchslos.
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Stellen Sie sich vor, Sie müssten an einem alten Rolls-Royce während der Fahrt die Räder gegen moderne, anders dimensionierte Räder austauschen, ohne dass der Fahrer etwas bemerkt.
Vor einer vergleichbaren Herausforderung steht man bei hochverfügbaren Kommunikationssystemen, wenn veraltete Hardware-Komponenten mit sterbenden Schnittstellen durch neue Technik ersetzt werden müssen, ohne dazu das Gesamtsystem wesentlich verändern zu können. Im vorliegenden Fall drehen sich an Stelle der Räder ebenso runde Festplatten und magneto-optische Speichermedien, die das besagte Kommunikationssystem genauso am Laufen halten wie die Räder den Rolls-Royce.
Lange Zeit galt SCSI als zukunftsträchtige Schnittstelle zum Anschluss hochverfügbarer Massenspeichergeräte – heute hat sich SATA auf dem Markt durchgesetzt. Das Gesamtsystem muss jedoch deutlich langlebiger sein als seine Komponenten. Daher brauchte man eine Lösung, Massenspeichergeräte aktueller Technologie einzubauen, unter der Voraussetzung, das bestehende Gesamtsystem so wenig wie möglich zu modifizieren und seine Hochverfügbarkeit zu erhalten.
Die Intel-basierte Prozessorplattform (Processor Unit, PU), ist eine zentrale Komponente des hochverfügbaren, langlebigen Kommunikationssystems. Die Massenspeichergeräte sind auf separaten Leiterplatten montiert und über einen SCSI-Bus, der über eine Rückwandverdrahtung geführt ist, an die PU angeschlossen. PU-seitig wird der SCSI-Bus von einem SCSI-Controller angesteuert, der sich auf einem Flyer-Subboard auf der PU befindet und über PCI verbunden ist.
Aus der Verfügbarkeitsanforderung der Kunden (>99,999%) resultiert, dass die auf der PU laufende Kommunikationssoftware unterbrechungsfrei rund um die Uhr arbeitet.
Der bislang kommerziell verfügbare SCSI-Controller wurde inzwischen abgekündigt. Die SCSI-Massenspeicher stehen ebenso nicht mehr ausreichend lange zur Verfügung, um die geplante Lebensdauer des Gesamtsystems garantieren zu können.
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