Veraltete Schnittstellen

SATA-HDD und SD-Karte ersetzen SCSI-Technologie

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Änderungen einbringen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen

Wie lassen sich unter diesen Bedingungen lebenserhaltende Änderungen im unterbrechungsfreien Betrieb ins System einbringen?

Eine entscheidende Rolle spielt hierbei das Hochverfügbarkeitskonzept. Dessen Grundlage ist die Doppelung der PU: So kann eine einzelne PU ausgetauscht werden, ohne die laufende Kommunikationssoftware zu beeinflussen.

Bild 1: Die bisherige Architektur der Massenspeicheranbindung in einem bestehenden Kommunikationssystem (Archiv: Vogel Business Media)

Jedoch gibt es einschränkende Randbedingungen. Zum einen ist die Rückwand einschließlich der SCSI-Busverdrahtung unveränderbar; zum anderen ist ein Versionshub der Software ausgeschlossen, da die Kunden den damit verbundenen Aufwand, die Kosten und das Risiko nicht akzeptieren.

Infolgedessen dürfen sämtliche Softwareschichten der PU, einschließlich der untersten Treiberschichten, die den SCSI-Controller ansteuern, nicht geändert werden. Diese Einschränkungen legen auch nahe, die PU nicht zu ändern.

Datenaustausch des Flyer-Subboards mit der PU erfolgt über PCI

Unter diesen Bedingungen wäre eine erste nahe liegende Idee, die neuen Massenspeichergeräte wie bislang auf eigenen Flachbaugruppen bereitzustellen und über die Rückwandverdrahtung die Verbindung zur PU herzustellen. Aus elektrischen Gründen ist es aber unmöglich, einen SATA-Bus über die Rückwand zu führen, da die Rückwandverdrahtung und deren Stecker nicht dafür ausgelegt sind, differentielle Leitungspaare mit bis zu 3 GBit/s zu betreiben.

Dank des Technologiefortschrittes sind heutige Massenspeichergeräte zum Glück wesentlich kleiner geworden. So ist der Flächenbedarf eines SD-Kartenlesers mit 3 cm × 3 cm um den Faktor 37 kleiner als der eines magneto-optischen Gerätes (MOD), das z.B. 21 cm × 16 cm benötigt. Damit wird es möglich, sowohl Festplattenlaufwerk- als auch MOD-Ersatz inklusive deren Controller statt auf separaten Leiterplatten auf ein neues vergrößertes Flyer-Subboard der PU zu montieren. Hierbei muss der Datenaustausch des Flyer-Subboards mit der PU wie bislang über PCI erfolgen, um die PU unverändert belassen zu können.

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