Veraltete Schnittstellen

SATA-HDD und SD-Karte ersetzen SCSI-Technologie

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Die Applikationssoftware erhält den PU-Reset-Wunsch per Interrrupt

Ein oft kritischer Punkt ist die Hochlaufzeit eines Betriebssystems in Embedded-Systemen. Der SCSI-Controller, der durch die neue Hardware-Software-Lösung ersetzt werden soll, ist 38 µs nach Reset wieder bereit, während normale Hochlaufzeiten von Linux im Sekundenbereich liegen.

Dieses Problem lässt sich lösen, wenn man den SCSI-Controller-Reset nicht auf einen PPC-CPU-Reset abbildet, der ja zwangsläufig einen Hochlauf des Betriebsystems auslösen würde. Stattdessen wird lediglich der Applikationssoftware per Interrupt der PU-Reset-Wunsch mitgeteilt, woraufhin sich die Software neu initialisiert. Erst wenn diese Softwareinitialisierung nicht gelingen sollte, führen ausgeklügelte mehrstufige Recovery- und Eskalationsmechanismen der PU-Software zu einem Reset der PPC-CPU auf dem Flyer-Subboard und damit zu einem Linux-Hochlauf. Dies erscheint der PU nicht anders als der Spin-Up der alten HDD nach z.B. kurzzeitigem Spannungseinbruch, auf den sie ohnehin vorbereitet war.

Der Embedded-Linux-Kernel für die PPC-CPU und der Bootloader werden von DENX Software Engineering bereit gestellt. Um die Hochlaufzeit von Linux möglichst gering zu halten, wurde die Kernel-Konfiguration optimiert, z.B. bleiben Module für nicht benötigte Hardware-Anteile des Embedded-PPC-Mikrocontrollers ausgeschaltet, es werden Treiber als dynamisch ladbare „Module“ dazugebunden und damit nicht zur Hochlaufzeit aktiviert.

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