Schneider-Electric-Stiftung Qualifikation und Fachausbildung junger Tansanier zum Elektotechniker

Redakteur: Gerd Kucera

Im Jahr 2008 startete die Schneider-Electric-Stiftung konzernweit das Programm „BipBop – Zugang zu Energie“. Schneider-Mitarbeiter, Partnerfirmen und Freunde geben in Arusha/Tansania jungen Menschen durch Qualifikation und Weiterbildung eine Zukunft.

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Der Name steht für „Business, Investment and People at the Bottom of the Pyramid” und hat zum Ziel, Menschen mit geringem Einkommen sichere und saubere Energie zuverlässig bereit zu stellen. Vor allem gilt das für Gegenden in der Welt, wo sich Menschen diese nicht ohne Weiteres leisten können und wo sie ihnen bisher nicht zur Verfügung steht und demzufolge am dringendsten gebraucht wird. Angetrieben von dem Willen, in jedem Land regional Gemeinden und andere Interessensgruppen mit einzubinden, werden mit dem BipBop-Programm drei Kernthemen angegangen, die nachhaltig den Zugang zu Elektrizität gewährleisten:

  • den Mangel an geeigneter Ausstattung mit Geräten auszugleichen - durch die innovative Entwicklung eines nachhaltigen Produktangebotes für Menschen mit geringem Einkommen
  • den Mangel an Finanzmitteln zu kompensieren – durch die Gewinnung von Partnern, die über Investmentfonds verfügen, um Unternehmen zu gründen, die sich speziellen Energieprojekten (für erneuerbare Energien) für Menschen mit sehr geringem Einkommen widmen
  • den Mangel an Qualifikation und Fachwissen zu beheben - durch die Ausbildung zum Elektrotechniker und durch betriebswirtschaftliche Trainings

Diese Strategie beruht auf einer Vision, die durch Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Verantwortung für unsere Umwelt geprägt ist.

In Deutschland wurden hierzu gezielt Projekte gesucht, die nicht von den bekannten großen Hilfsorganisationen abgewickelt, sondern von Schneider Electric-Mitarbeitern betreut werden, die durch ihre persönlichen Verbindungen in die Dritte Welt ihre direkten Erfahrungen mit der Unterstützung und Durchführung solcher Projekte gemacht haben.

Eine jahrelange Freundschaft verbindet Hans-Joachim Jaschinski, der seit 20 Jahren bei Schneider Electric in Deutschland tätig ist, mit Pater Evarist Shayo. Der Spiritaner leitet in der Nähe von Arusha (eine Stadt im Nordosten Tansanias, Hauptstadt der Region Arusha) bereits eine Schreinerei und Schneiderei, in der junger Tansanier ausgebildet werden.

Jaschinski hat schon einige Projekte in Tansania gefördert und begleitet: Sein Engagement und seine Erfahrung waren für die Schneider Electric GmbH eine solide Basis, das dritte Kernthema des BipBop-Programms in Tansania anzugehen - den Mangel an Qualifikation und Fachwissen von jungen Menschen. Schnell fand sich eine Gruppe von Mitarbeitern, die ein großes Interesse an der Umsetzung zeigte und ihre Mitarbeit zusicherte. Ein Plan, der Umsetzung und Finanzierung aufzeigte, markierte den Beginn dieser internationalen Zusammenarbeit und stellte den ersten der vielen großen und kleinen Schritte dar. Das erklärte Ziel aller Beteiligten ist es:

  • eine neue Ausbildungsstätte in Tansania aufzubauen, um jungen Menschen eine Ausbildung als Elektriker zu ermöglichen, sodass nach drei Jahren, die ersten Auszubildenden ihre Abschlussprüfung vor der staatlichen Prüfungskommission ablegen können,
  • nach rund fünf Jahren die Ausbildungsstätte in die Selbständigkeit zu entlassen und
  • eine punktuelle Unterstützung der Ausbildungsstätte nach der Entlassung in die Selbständigkeit anzubieten.

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