Schneider-Electric-Stiftung

Qualifikation und Fachausbildung junger Tansanier zum Elektotechniker

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Die Auszubildenden und ihr Tagesablauf

Auf der Basis des Projektplans, der gemeinsam mit den Spiritanern als Träger und Betreiber der Ausbildungsstätte abgestimmt und festgelegt war, konnten weitere Aktionen geplant werden:

  • Mit finanzieller Unterstützung aus Deutschland, die durch Geldspenden der Schneider Electric-Mitarbeiter als auch des Unternehmens zustande kam, sollte das notwendige Mobiliar in Tansania gekauft werden. Da die Spiritaner in bereits bestehenden Ausbildungsstätten in Tansania Schreiner ausbilden, lag es also nahe, das benötigte Mobiliar dort fertigen zu lassen.
  • Die Berufskleidung der Auszubildenden wurde in der Schneiderei-Ausbildungsstätte der Spiritaner gefertigt und von dort bezogen.
  • In einem Gebäude, das den Spiritaner gehört, wurden Räumlichkeiten für den praktischen und theoretischen Unterricht der Auszubildenden geschaffen.

Mitte 2010 wurde eine erfahrene Ausbilderin gefunden, die über die notwendige staatliche Qualifikation im Fach Elektrotechnik verfügt. Dorothea Thadei Lyimo war es dann auch, die die ersten fünf Auszubildenden, drei Mädchen und zwei Jungen, aus einem sehr großen Pool von Bewerbern auswählen musste: Penina Fulgence, Rosada Thobias, Biasiana Ayoub, Florian Peter und Denis Baltazar konnten so im Oktober 2010 ihre Lehre starten.

Die Ausbildungsstätte, die zum Vocational Training Center der Spiritaner in Arusha gehört, befindet sich im 13 km entfernten Tengeru. Die fünf Auszubildenden wohnen im Internat, das ebenfalls zum Trainingscenter gehört. Dies ist nicht nur wichtig für die Jugendlichen, sondern hat auch einen ganz praktischen Hintergrund, da weite Wege vom Heimatort und die Aufgaben zu Hause, die Ausbildung sonst unmöglich machen würden. Unpünktlichkeit und Fernbleiben von der Ausbildung wären wohl an der Tagesordnung.

Nachfolgend sehen Sie einen Tagesauszug aus dem wöchentlichen Lehrplan der Auszubildenden, der von Montag bis Freitag verbindlich ist. So ein geregelter Tagesablauf will auch erst einmal gelernt sein. Beginnen alle zusammen den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück, dann ist die erste Hürde bereits genommen:

  • 7:00 - 7:20 Uhr gemeinsames Frühstück,
  • 7:20 - 7:50 Uhr Reinigungsarbeiten,
  • 7:50 - 8:00 Uhr Aufstellung, Begrüßung,
  • 8:00 -10:15 Uhr Unterricht
  • 10:15-11:00 Uhr Teepause
  • 11:00-13:45 Uhr Unterricht
  • 13:45-14:30 Uhr Mittagspause
  • 14:30 -15:15 Uhr Unterricht
  • 15:15- 16:30 Uhr Reinigung Schulraum
  • 16:30 -17:30 Uhr Sportunterricht

An den Wochenenden sind die Auszubildenden mit Ausarbeitungen, Tests und Vorbereitungen für die kommende Woche beschäftigt. Natürlich kommt der persönliche Freiraum nicht zu kurz und wird durch sportliche Aktivitäten und Sonderveranstaltungen bereichert.

Die erfahrene Ausbilderin kennt die Schwierigkeiten, mit einfachen Mitteln und ohne die notwendigen Geräte und Werkzeuge eine Unterrichtsstunde zu füllen. Um hier Abhilfe zu schaffen, waren in Deutschland derweil fleißige Hände damit beschäftigt, die notwendigen Materialien und Werkzeuge zu beschaffen.

Außer Jaschinskis Kollegen- und Freundeskreis sind auch Partnerfirmen auf die Aktion bei Schneider Electric in Deutschland aufmerksam geworden. So hat z.B. die Norbert Vortmann GmbH aus Schwalmtal gut erhaltene gebrauchte und neuwertige Werkzeuge gesammelt und diese zur Verfügung gestellt. Diese großartige Unterstützung war ein Meilenstein in der Umsetzung des BipBop-Projekts und hat wesentlich zu einem frühzeitigen Start beigetragen. Auch aus dem Kollegenkreis sind Werkzeuge und Zubehör für die Elektriker-Ausbildung gespendet worden.

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