Technikgeschichte

Päpste und elektronische Massenmedien

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Der Radio-Mann: Pius XI.

Das Pontifikat von Pius XI. dauerte von 1922 bis 1939. Sein auf deutsch veröffentlichtes Rundschreiben „Mit brennender Sorge“ warnte vor der Ideologie des Nationalsozialismus.(Bild:  Wikipedia/Public Domain)
Das Pontifikat von Pius XI. dauerte von 1922 bis 1939. Sein auf deutsch veröffentlichtes Rundschreiben „Mit brennender Sorge“ warnte vor der Ideologie des Nationalsozialismus.
(Bild: Wikipedia/Public Domain)

Am 12. Februar 1931 brach für den Vatikan ein neues Medienzeitalter an: Papst Pius XI. wandte sich erstmals über Radio Vatikan an die Gläubigen in der Welt. Bereits 1925 hatte der Rektor der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften dem Pontifex, der 1922 gewählt worden war, vorgeschlagen, in den Vatikanischen Gärten eine Radiostation einzurichten.

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Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt die territorialen Streitigkeiten zwischen Italien und dem Kirchenstaat noch nicht beigelegt. Erst mit den Lateranverträgen, die der italienische Diktator Mussolini 1929 unterzeichnete, war der Weg für die vatikanische Rundfunkanstalt frei. Guglielmo Marconi, der als Vater des Langstreckenfunks gilt und 1909 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde, war federführend am Aufbau des Senders beteiligt.

Marconi war es auch, der die erste offizielle Sendung ansagte: „Mit der Hilfe Gottes, der dem Menschen so viele geheimnisvolle Naturkräfte zur Benutzung überlässt, war ich in der Lage, dieses Instrument vorzubereiten, das den Gläubigen der ganzen Welt die Freude geben wird, die Stimme des Heiligen Vaters zu hören.“ Danach übergab der Radio-Pionier das Mikrofon an Pius XI.

Noch bis 1957 sendete Radio Vatikan aus den Vatikanischen Gärten; 1957 wurde vor den Toren Roms eine Sendeanlage mit einem 100-Kilowatt-Kurzwellensender und einem 100-Kilowatt-Mittelwellensender eingerichtet.

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