Steckverbinder für die Medizintechnik Minimierte Bauformen und kleine Raster
Der Medizintechnik-Markt ist der am stärksten wachsende Bereich bei Steckverbindern. Die Anforderungen sind vielfältig und reichen von hohen Steckzyklen über Sterilisierbarkeit bis zur Strahlungsresistenz. Am Beispiel der vier Marktsektoren in der Medizintechnik werden die spezifischen Ansprüche hinsichtlich Miniaturisierung und Leistungsfähigkeit der Gerätehersteller diskutiert.
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In der Medizintechnik sind die Anforderungen an Steckverbinder aufgrund der Vielzahl der Geräte in der Regel eher anwendungsspezifisch als branchenspezifisch. Die Anforderungen umfassen z.B. eine hohe Anzahl von Steckzyklen (in manchen Fällen bis zu 100.000 Zyklen), Sterilisierbarkeit (z.B. im Autoklaven), Dichtigkeit nach IP67 oder die Beständigkeit gegen Magnetfelder oder Röntgenstrahlung. Außerdem müssen medizinische Standards eingehalten werden.
Marktsektoren in der Medizintechnik
Es gibt in der Medizintechnik im Wesentlichen vier Marktsektoren, die in Bezug auf die Elektronikindustrie eine Rolle spielen: Patientenüberwachung, Therapiegeräte, bildgebende und Diagnosesysteme sowie Krankenhaus- und Patientenversorgung. Neue Technologien in der Medizin ermöglichen heute eine frühere Diagnose und Behandlung von Krankheiten mit Hilfe von Schnelldiagnostik oder Point-of-Care-Geräten, die den Zustand des Patienten außerhalb des Krankenhauses überwachen.
Komponenten für Geräte zur Patientenüberwachung
Bei der Patientenüberwachung wird die Entwicklung dadurch vorangetrieben, dass Ausrüstungshersteller immer kompaktere tragbare Überwachungsgeräte entwickeln, die eine Kontrolle in Krankenhäusern, Arztpraxen oder zu Hause ermöglichen. Ein minimaler Platzverbrauch auf der Leiterplatte ist bei diesen Geräten ein ausschlaggebender Faktor.

Einige der branchenweit kleinsten Steckverbinder für diese Anforderungen bietet molex an. Der Board-to-Board-Steckverbinder SlimStack im Raster von 0,40 mm reduziert den Platzbedarf auf der Leiterplatte um ca. 30% gegenüber ähnlichen Versionen im Raster von 0,50 mm (Bild 1). Die Baureihe ermöglicht Stapelhöhen von 0,70 bis 4,00 mm.
Flexible Flachbandkabel und gedruckte Schaltungen
Gängig sind Steckverbinder für flexible Flachbandkabel (FFC) und flexible gedruckte Schaltungen (FPC) in unterschiedlichen Fine-Pitch-Optionen, u.a mit Push- und Flip-Betätigungsriegeln. Der Micro-FPC-Stecker im Raster von 0,25 mm spart im Vergleich zu Typen mit einem Raster von 0,30 mm ca. 40% Platz. Die Serie 502250 in 2-Punkt-Kontaktierung zeichnet sich durch eine FPC-Verriegelung aus, die die Positionierung unterstützt und für einen sicheren Halt des Kabels sorgt, und gleichzeitig das Kabel fixiert. Die Version 501616 mit oben liegendem Kontakt wird oft bei Anwendungen eingesetzt, bei denen auf der einen Seite ein Stecker mit unten liegender Kontaktierung und auf der anderen Seite ein Stecker mit oben liegender Kontaktierung erforderlich sind. Die Tiefe beträgt 3,75 mm.

In einer anderen konstruktiven Konfiguration offeriert der Steckverbinder Pico-Clasp mit einem Raster von 1,00 mm das kleinste Raster für Wire-to-Board-Steckverbinder mit Rastverriegelung (Bild 2). Mit kleinen Pinzahlen eignet es sich für kompakte Geräte wie z.B. Patientenüberwachungsgeräte. Das System wird sowohl in einreihiger als auch in zweireihiger Ausführung angeboten. Für unterschiedliche Anwendungen werden reibschlüssige und Rastverriegelungen angeboten.
Auch kleinere Schnittstellenlösungen wie Micro-USB und HandyLink werden immer beliebter, weil Hersteller sowohl bei internen als auch bei externen Schnittstellen in ihren Ausrüstungen immer häufiger Datenschnittstellen mit höherer Dichte zur sicheren Weiterleitung von Daten einsetzen.
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