70 Milliarden-Dollar-Übernahme Anhörung vor EU-Kartellbehörde: Microsoft will Activision-Deal verteidigen

Von Maria Beyer-Fistrich 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Im Januar 2022 hatte Microsoft die Übernahme von Activision Blizzard angekündigt. Ein Deal, der für fast 70 Milliarden US-Dollar über die Bühne gehen sollte. Allerdings gab es in Europa und den USA Gegenwind und Beschwerden zur Mega-Übernahme. Die Anhörung soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 21. Februar stattfinden.

Microsoft will Activision Blizzard für fast 70 Milliarden US-Dollar übernehmen. In der Branche gibt es aber heftig Gegenwehr. Sony will den Deal verhindern.  (Bild:  Microsoft)
Microsoft will Activision Blizzard für fast 70 Milliarden US-Dollar übernehmen. In der Branche gibt es aber heftig Gegenwehr. Sony will den Deal verhindern.
(Bild: Microsoft)

Die Übernahme Activision Blizzard für fast 70 Milliarden US-Dollar soll Microsoft vor allem gegen starke Konkurrenten wie Tencent und Sony aufrüsten.  Die Übernahme muss jedoch noch von verschiedenen Behörden abgesegnet werden – und auch die Konkurrenten haben ein Wörtchen mitzureden. Sony stand dem Deal immer ablehnend gegenüber und möchte die Übernahme verhindern. Sony geht es vor allem um die Call-of-Duty-Lizenz von Activision beziehungsweise die Furcht davor, dass die beliebte Spielereihe zukünftig nur noch für Microsofts Xbox-Series-Konsolen erscheint und nicht mehr für die Playstation 5. Mit Nintendo hatte sich Microsoft jüngst geeinigt und einen zehn Jahresvertrag abgeschlossen, um Spiele des Call-of-Duty-Franchise auch auf die Nintendo-Konsolen zu hieven.

Sony kritisierte den Vertrag als Abhilfemaßnahme, der die Wettbewerbshüter von der Rechtmäßigkeit der Übernahme überzeugen soll. Die Angst in der Branche, dass Microsoft durch die Übernahme von Activision Blizzard zu mächtig werde, ist nicht Sony exklusiv. Neben dem japanischen Unterhaltungsriesen befürchten auch andere Firmen, dass Microsoft zu mächtig werden könnte.An der Anhörung vor der EU-Kartellbehörde nehmen Nvidia, Electronic Arts und Valve ebenfalls teil.

Auch Google wird an der Anhörung teilnehmen: „Die Europäische Kommission hat uns im Zuge ihrer Ermittlungen zu diesem Thema um unsere Meinung gebeten. Wir werden weiterhin in allen Prozessen kooperieren, wenn wir darum gebeten werden, um sicherzustellen, dass alle Ansichten berücksichtigt werden", sagte ein Google-Sprecher.“ Nvidia und andere Teilnehmer der Anhörung haben sich indes noch nicht zu Sache geäußert.

Lediglich der Europäische Verband der Spieleentwickler erklärte bereits, dass er den Deal befürwortet: "Die Übernahme ermöglicht es Microsoft, Tencent als weltweit führenden Spieleentwickler und -verleger herauszufordern. In den letzten Jahren hat das chinesische Unternehmen Tencent aggressiv in Spieleentwicklerstudios und -verlage auf der ganzen Welt investiert und ist derzeit der größte Spieleentwickler und -verlag der Welt. Eine starke Gegenkraft zu Tencents Einfluss auf die Spielemärkte ist von entscheidender Bedeutung." (mbf)

(ID:49208653)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung