MicroLED für Apple Watch? MicroLED-Schock für AMS Osram: War die Qualität nicht ausreichend?

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Für die Verantwortlichen von AMS Osram bedeutete der Rückzug eines wichtigen Partners für das MicroLED-Programm einen schweren Schlag. Insiderberichten zufolge hat sich Apple von der Zusammenarbeit verabschiedet, allerdings nicht vom Plan, MicroLEDs künftig in Smartwatches einzusetzen. Es heißt, Apple suche nun nach einem neuen Partner.

Seit Jahren geht das Gerücht um, dass Apple die MicroLED-Technologie für die Apple-Watch-Displays nutzen will.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Seit Jahren geht das Gerücht um, dass Apple die MicroLED-Technologie für die Apple-Watch-Displays nutzen will.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

MicroLED bietet im Vergleich zu OLED oder der Weiterentwicklung AMOLED Vorteile. Da wäre eine längere Lebensdauer zu nennen, da sie weniger anfällig für Bildschirmeinbrennungen sind. Zudem können sie heller sein und weniger anfällig für Umgebungslicht. Allerdings werden MicroLEDs trotz ihres Potenzials bisher nicht serienmäßig eingesetzt. Das liegt hauptsächlich an den hohen Herstellungskosten, aber auch an der technischen Komplexität bei der Herstellung.

Seit 2016 haben viele Unternehmen ihre eigenen Prototypen von MicroLED-Displays angekündigt. Aber nur wenige von ihnen haben eine tatsächliche Anwendung auf den Markt gebracht. Bei AMS Osram hatte man Vertrauen in die Technologie, in deren Entwicklung bereits viel Arbeit und Geld geflossen war. 

So viel Vertrauen, dass eine hochmoderne Fabrik in Malaysia hochgezogen wurde. Der Kunde allerdings, der hinter dem MicroLED-Programm gestanden hatte, sah das offenbar nicht so. Am 28. Februar 2024 wurde vonseiten AMS Osram die Notwendigkeit mitgeteilt, die MicroLED-Strategie und damit verbundene Vermögenswerte hinterfragen zu müssen.

Apple ist abgesprungen?

Es gilt förmlich als offenes Geheimnis, dass der ehemalige Kunde von AMS Osram Apple war, wenngleich es vonseiten des Unternehmens keinen offiziellen Kommentar zu den Geschehnissen gibt. Dafür sollen inoffizielle Quellen umso redseliger sein, wie etwa DigiTimes Asia und ET News berichten.

Seit der Akquise des Unternehmens LuxVue im Jahr 2014 wird angenommen, dass Apple selbst an der Entwicklung von MicroLED-Displays arbeitet. Eine Reihe von Insidern der Display-Branche sagt jedoch, dass Apple MicroLED-Chips aufgrund ihrer Eigenschaften nicht nur mit einem Unternehmen entwickelt. „Die LED-Chips von Osram könnten aufgrund schlechter Leistung ersetzt worden sein, und Apple könnte bereits ein Ersatzunternehmen in Taiwan oder China gefunden haben, das auf dem Gebiet der Mikro-LEDs führend ist“, heißt es bei ET. Es ist nicht auszuschließen, dass die Herstellungskosten ebenfalls eine Rolle spielten.

Und Apples MicroLED-Pläne?

Bis MicroLEDs beispielsweise, wie Gerüchte besagen, bei der Apple Watch zum Einsatz kommen, wird weiterhin die AMOLED-Technologie benötigt. Das dürfte die Verantwortlichen von LG Display freuen, denn Berichten zufolge kommen 80 Prozent der Apple-Watch-AMOLEDs von LG.

Manche Analysten der Szene sagen, dass Apple die MicroLED-Ambitionen komplett aufgegeben hätte. Andere wiederum behaupten, wie zuvor erwähnt, dass sich Apple nach einem neuen Partner umschauen würde. Wenn die Verantwortlichen des weltbekannten Konzerns aus Cupertino tatsächlich an der MicroLED-Technologie festhalten und weiterarbeiten wollen, wird es noch bis zu einer offiziellen Ankündigung dauern.

Das Jahr 2024 markiert zwar das zehnjährige Jubiläum des Wearables, allerdings wird von Branchenbeobachtern angenommen, dass sich Neuerungen einer Jubiläumsuhr mehr auf Software- denn auf Hardware-Ebene bemerkbar machen. (sb)

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