IoT trifft KI: Aktuelle Projekte, Use Cases und Trends

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Das "Internet der Sprache" kommt

Digitaler Sprachasssistent: Für die Mehrheit der Bundesbürger ist das kein Fremdwort mehr, wie das Hamburger Marktforschungsinstitut SPLENDID RESEARCH im Rahmen einer repräsentativen Online-Umfrage herausgefunden hat.. Untersucht wurde, in welchem Umfang digitale Sprachassistenten eingesetzt werden, welche Verwendungsmöglichkeiten beliebt sind und warum Nicht-Nutzer die Assistenten ablehnen. Außerdem wurde das Marktpotenzial für gerätegebundene Sprachassistenten erhoben.

Mehr als 70 Prozent der Deutschen wissen, was ein digitaler Sprachassistent ist, allerdings haben bis dato nur 37 Prozent diese Möglichkeit der Gerätesteuerung ausprobiert. Vor allem auf dem Smartphone vorinstallierte Sprachassistenten werden gut angenommen. Apples Siri und der Google Assistant sind mit jeweils 15 Prozent Nutzern die beliebtesten Eingabehilfen der Deutschen. Bemerkenswert: Nicht nur die die Generation der Digital Natives kann sich für das "Internet der Sprache" begeistern: Selbst angehende "Silver Ager" wissen den Komfort solcher System zu schätzen. Jeder Dritte in der "Kohorte" der 50- bis 59-Jährigen nutrzt diese Technologie. 67 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer verwenden die Spracheingabe für das Schreiben von Nachrichten; auch Suchmaschineneingaben werden gerne verbal durchgeführt (65 Prozent)

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Nicht ganz so ausgeprägt ist das Interesse an Smartspeakern wie Echo (Alexa) oder Google Home. So ist das Kaufpotenzial für intelligente Lautsprecher sehr gering: nur etwa zwei Prozent der Nicht-Nutzer halten es laut Umfrage für wahrscheinlich, sich im Jahr 2018 ein solches Gerät zuzulegen. Dabei hätte Amazon mit dem Echo klar die höchste Präferenz: zwei Drittel können sich vorstellen, das Gerät zu kaufen, ein Drittel zieht Google Home in Betracht, der Apple HomePod kommt für jeden Zehnten in Frage.

"Wie schnell die Verbreitung des Internets der Sprache zunimmt, wird davon abhängen, ob bedürfnisorientierte Verwendungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen", ist Carina Krämer, Studienleiterin von SPLENDID RESEARCH, überzeugt. "Ein Smartspeaker mit der die Fähigkeit, Räume zu überwachen und den Besitzer zu alarmieren, könnte äußert erfolgreich sein."

Cisco bringt Künstliche Intelligenz ins Meeting

Mit den Plaudertaschen im Handy den inmtelligenten oder den smarten Lautsprechern von Amazon & Co. hat der neue Sprachassistent von Cisco allenfalls gewisse Basistechnologien gemeinsam. Der Spark Assistant, den das US-Unternehmen als den weltweit ersten lernfähigen Sprachassistenten apostrophiert,, wendet sich ganz klar an den professionellen Nutzer, an Unternehmen, die mit dem klugen System in die Welt des Arbeitens 4.0 vorstoßen wollen.

Der Spark Assistent, so Anbieter Cisco, vereinfacht die Organisation von Meetings und schafft Raum für mehr Produktivität. Machine-Learning-Technologie von MindMeld macht Dialogfunktionen lernfähig. "In absehbarer Zeit werden KI Meeting-Bots ganz selbstverständlich Teil eines Teams sein. Während sie sich um die organisatorischen Routine-Aufgaben kümmern, können sich die menschlichen Teammitglieder ganz drauf konzentrieren, ihr kreatives Potenzial zu entfalten", weiß Rowan Trollope, Senior Vice President und General Manager Applications Group von Cisco.

Über den Befehl "Hey Spark" und eine konkrete Aufforderung können Mitarbeiter auf unterschiedliche Funktionen zugreifen - zum Beispiel eine Besprechung beginnen, einem persönlichen WebEx-Besprechungsraum oder dem eines Kollegen beitreten, ein Meeting aufzeichnen oder beenden oder einen bestimmten Kollegen anrufen. Zum Start funktioniert die Sprachsteuerung allerdings nur auf Englisch; weitere Sprachen sollen im Laufe des Jahres 2018 folgen.

Um die Arbeit mit dem neuen Kollegen schnell und reibungslos zu gestalten, wurde der Spark Assistant mit folgenden Technologien und Funktionen ausgestattet:

  • Machine-Learning-Technologie von MindMeld (seit 2017 Tochterunternehmen von Cisco),
  • Spracherkennungstechnologie,
  • gutes Verständnis natürlich gesprochener Sprache,
  • Antwortfunktionen für Fragen,
  • Dialogmanagement-Funktionen.

Der Spark Assistant wird zunächst auf Cisco Spark Room-Endgeräten verfügbar sein. Dazu gehört die neueste Cisco Spark Room 70-Serie. Der Spark Assistant nutzt dort die integrierten Technologien wie Intelligent Proximity (Ultraschall-Paarung mit Smartphones zur Steuerung und zum Teilen des Bildschirms), Speaker-Tracking (Zoom auf die Person, die gerade spricht) und Echtzeit-Gesichtserkennung. Als Bestandteil der Cisco Spark Room Series verfügt die Cisco Spark Room 70 über einen oder zwei 70-Zoll-Bildschirme mit 4K-Auflösung und eine Quad 5K-Kamera. Dank dieser Ausstattung kann der Assistent seine Umgebung wahrnehmen und erkennen, wer z.B. den Konferenzraum betritt, ihn verlässt oder welche Person gerade spricht.

KI assistiert beim Einkauf

Durch natürliche Sprachverarbeitung und künstliche Intelligenz wird das Einkaufen schneller, intuitiver und angenehmer. Dabonm ist man bei Basware überzeugt. das fnnische Softweareunternehmen hat auf AP & P2P Conference & Expo im Frühjahr 2018 den Basware Assistant, eine neue Chatbot-Funktion innerhalb seiner elektronischen Beschaffungslösung, vorgestellt. Der Chatbot dient als virtueller Assistent, der es Menschen ermöglicht, Bestellanfragen und Bestellungen, auf die sie Zugriff haben, leichter zu finden.

Der Basware Assistant nutzt natürliche Sprachverarbeitung und künstliche Intelligenz, um eine neue und vereinfachte Art der Interaktion mit der E-Procurement-Lösung von Basware zu schaffen. Einkäufer können mit dem Basware-Assistenten wie mit einer Person aus Fleisch und Blut kommunizieren, um nach Bestellungen, Kaufanfragen, Lieferanten- und Artikelnamen sowie ID- und Dokumentnummern zu suchen. Durch die verbale Kommunikation mit der Sourcing-Lösung entfällt die Notwendigkeit, wie bisher durch eine Reihe von Bildschirmen zu navigieren, um zum gewünschten "Vorgang" zu gelangen.

Durch seine natürliche Sprachverarbeitung (Natural Language Processing) und seine KI-Fähigkeiten verbessert der virtuelle Assistent die Benutzerfreundlichkeit des Systems und macht einen weiteren Schritt zur Rationalisierung des gesamten Beschaffungsprozesses. Es hilft nicht nur, Bestellungen und Bestellanforderungen schneller zu finden und Zeit zu sparen, es reduziert auch den Schulungsaufwand für neue Mitarbeiter. "Die beste Benutzeroberfläche ist die, die Sie nicht verwenden müssen - sie läuft nur im Hintergrund", meint Bhavin Shah, Director of Product Management bei Basware. "Das ist es, was wir mit dem Assistenten erreichen wollen."

Alexa entlastet Einkäufer bei Routine-Aufgaben

Alexa, wo ist der Schnuller? Mit dieser Frage werden die Nutzer der digitalen Procurement-Lösung von POOL4TOOL (heute Jaggaer) das clevere Fernfeld-Spracherkennungssystem Alexa (alias Echo) ganz sicher nicht konfrontieren. Obwohl die von Amazon entwickelte digitale Assistenz primär für dem Heimgebrauch konzipiert wurde, integriert der Spezialist für Sourcing-Lösungen Alexa und Alexa-fähige Endgeräte in seine Applikation, um Routine-Aufgaben im Einkauf mit Hilfe von Sprachsteuerung zu erleichtern. Einkäufer sollen künftig mit der digitalen Assistenz relevante Einkaufsroutinen effizienter abwickeln und somit wichtige Ressourcen einsparen.

"Unsere Aufgabe als Lösungsanbieter ist es, neue Technologien zu integrieren und damit Mehrwert für die End-User zu schaffen. Digital Procurement ist die Zukunft und wird den Einkauf revolutionieren. Wir investieren in Lösungen und Technologien rund um Smart Procurement und digitale Intelligenz, um unseren Kunden ein besseres Nutzererlebnis mit unserer Lösung zu bieten, um Einkaufsprozesse noch effizienter zu gestalten", umreißt Michael Rösch, COO von Jaggaer, die Digital Procurement-Strategie des in Wien ansässigen Einkaufsspezialisten.

Besserer Kundenservice mit KI und virtuellen Assistenten

Pegasystems, US-Anbieter strategischen Software-Lösungen für Vertrieb, Marketing, Service und Operations, will dafür sorgen, dass Nutzer der Pega-Software, noch schneller und effizienter auf eingehende Serviceanfragen kanalübergreifend reagieren können. Dazu hat man neue Funktionen für Künstliche Intelligenz und virtuelle Assistenten in die hauseigenen Lösungen integriert.

Verbraucher haben immer mehr Möglichkeiten, sich mit einer Kundendienstorganisation in Verbindung zu setzen, um Probleme zu beheben, Bestellungen zu überprüfen oder Informationen anzufordern. Die Echtzeit-Analyse eingehender Chat-Nachrichten, E-Mails und Telefonanrufe mit Pega ermöglicht es Service-Mitarbeitern, die Bedürfnisse ihrer Kunden sofort zu verstehen und diese schneller mit den benötigten Informationen zu versorgen. Service-Probleme können damit schneller gelöst und Fehler vermieden werden, bei gleichzeitiger Verbesserung der Kundenzufriedenheit.

Mit der neuesten Version der Anwendung Pega Customer Service und der Pega Platform bietet das Unternehmen für seine Kundenbindungslösungen zusätzliche Intelligenz und Robotik-Funktionalität an. Dadurch könnten selbst Kanäle mit extrem hohem Datenaufkommen konstant gute Ergebnisse liefern, verspricht das in Cambridge (Mass.) beheimatete Softwareunternehmen.

So unterstützt ein AI-Augmented Agent Service-Mitarbeiter mit KI-basierten Antworten, Ziel ist, Online-Chats zu beschleunigen. Jede Nachricht wird dazu in Echtzeit kontextuell mit Natural Language Processing analysiert. Resultat sind Vorschläge für die relevantesten Antworten. Ein Pega Intelligent Virtual Assistant für E-Mails prüft automatisch alle eingehenden Mails, sodass Servicekräfte nicht mehr jede Nachricht manuell bearbeiten müssen. Der Assistent eröffnet selbständig einen neuen Servicefall und leitet ihn an die richtige Stelle weiter – entweder an einen Mitarbeiter oder an einen anderen Bot.

Die Funktion Intelligent Interactive Voice Response (IVR) umgeht bei bestehenden IVR-Systemen unwichtige Telefonmenü-Optionen und personalisiert damit das Call-in-Ergebnis. Pega IVR analysiert mit künstlicher Intelligenz vorherige Interaktionen und Kontoinformationen des Kunden, um den Grund für einen eingehenden Anruf zu eruieren.

Pega Customer Service, Teil der Pega Software Suite für Kundenbindung, antizipiert Kundenbedürfnisse und verbindet Kunden mit dem richtigen Personal und den entsprechenden Systemen. Jeder Schritt der Interaktionen wird entweder automatisiert oder intelligent geleitet. Die Anwendung basiert auf der Pega Platform.

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