Merger und Akquisitionen

Halbleiterjahr 2016: Rekordübernahmen bei stagnierendem Markt

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Europas Spitzenreiter wird vom weltgrößten Fabless-Anbieter geschluckt

(Bild:  Intel)
(Bild: Intel)

Nicht nur bei den Halbleiterherstellern, auch bei den Distributoren bewegte sich Einiges im Jahr 2016. So meldete etwa im Oktober Avnet die Übernahme des englischen Multichannel-Distributors Premier Farnell, der unter anderem als einer der zwei Distributoren des Einplatinenrechners Raspberry Pi bekannt ist.

Dabei setzte sich Avnet mit einem Gesamtkaufpreis von 691 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 840 Millionen US-$) nach einem mehrmonatigem Bieterstreit gegen den Schweizer Konkurrenten dätwyler durch. Erst einen Monat zuvor hatte Avner seine Sparte Technology Solutions an den Mitwettbewerber Tech Data abgetreten.

Am 27. Oktober folgte schließlich in der Branche ein Donnerschlag: Für die Rekordsumme von 47 Milliarden US-$ übernahm der amerikanische Smartphone-SoC-Spezialist Qualcomm Europas größten Halbleiter-Hersteller, NXP. Mit dieser Akqusition verfolgt Qualcomm das Ziel, massiv in die Bereiche Automotive und Embedded vorzustoßen - was generell eine der Haupttendenzen der Merger und Übernahmen in diesem Jahr war.

Pikanterweise hatte NXP selbst 2015 wie auch 2016 fleißig im Übernahmereigen mitgemischt. Erst im Dezember des Vorjahres, nur knapp 10 Monate zuvor, hatte das niederländische Halbleiterunternehmen für damals noch aufsehenerregende 11,8 Milliarden US-$ den amerikanischen Konkurrenten Freescale übernommen. Im Rahmen dieses Mergers trat NXP nach und nach, auch aufgrund von Kartellsauflagen, die Bereiche RF & Power (für 1,8 Milliarden US-$) als auch die Standardhalbleiter-Sparte (für 2,75 Milliarden US-$) an das chinesische Finanz-Konsortium JAC Capital ab, die daraus eine neue Firma, Nexperia, mit Hauptsitz in den Niederlanden formte.

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