Halbleiterentwicklung SoftBank übernimmt Ampere für 6,5 Milliarden Dollar

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Der japanische Technologiekonzern SoftBank hat Ampere Computing, einen Spezialisten für die Entwicklung von ARM-basierenden Halbleitern, übernommen. Ziel der Akquise ist, die interne Entwicklung von ARM-basierenden Prozessoren für Rechenzentren voranzutreiben.

Masayoshi Son, Gründer und CEO des Konzerns Softbank, bei einer Pressekonferenz am 18. Juli 2016 in London zur geplanten Übernahme von ARM. Der japanische Elektronikkonzern hat angekündigt, Amere Computing, einen Spezialisten für die Entwicklung ARM-basierter Prozessoren für Rechenzentren, zu übernehmen.(Bild:  Softbank)
Masayoshi Son, Gründer und CEO des Konzerns Softbank, bei einer Pressekonferenz am 18. Juli 2016 in London zur geplanten Übernahme von ARM. Der japanische Elektronikkonzern hat angekündigt, Amere Computing, einen Spezialisten für die Entwicklung ARM-basierter Prozessoren für Rechenzentren, zu übernehmen.
(Bild: Softbank)

Die japanische SoftBank Group hat die vollständige Übernahme von Ampere Computing angekündigt. Der Kaufpreis beträgt 6,5 Milliarden US-Dollar. Ampere wird nach Abschluss der Transaktion, die für die zweite Jahreshälfte 2025 geplant ist, als eigenständige Tochtergesellschaft weitergeführt.

Ampere Computing wurde 2017 gegründet. Das Unternehmen entwickelt Serverprozessoren auf Basis der ARM-Architektur und beschäftigt rund 1.000 Ingenieure. Zu den bisherigen Hauptinvestoren gehören der Private-Equity-Kapitalinvestor Carlyle mit einem Anteil von 59,65 % und Oracle mit 32,27 %. Beide Gesellschaften verkaufen nun ihre Anteile an SoftBank.

„Die Zukunft der künstlichen Superintelligenz erfordert bahnbrechende Rechenleistung“, sagte Masayoshi Son, Chairman und CEO der SoftBank Group Corp, anlässlich der Übernahme. „Die Expertise von Ampere in den Bereichen Halbleiter und High-Performance-Computing wird dazu beitragen, diese Vision zu beschleunigen und unser Engagement für KI-Innovationen in den Vereinigten Staaten zu verstärken.“

SoftBank hält bereits eine Mehrheitsbeteiligung an Arm Holdings und sieht in der Akquisition eine Erweiterung der Aktivitäten im Bereich Halbleiter und Rechenzentren. Ampere-Prozessoren werden unter anderem von Google Cloud, Microsoft Azure und Oracle Cloud genutzt.

Laut SoftBank soll die Übernahme dazu beitragen, die Entwicklung von energieeffizienten und leistungsstarken Prozessoren für KI- und Cloud-Anwendungen weiter voranzutreiben. „Mit einer gemeinsamen Vision für die Weiterentwicklung von KI freuen wir uns, der SoftBank Group beizutreten und mit ihrem Portfolio an führenden Technologieunternehmen zusammenzuarbeiten“, kommentiert Ampere-Gründerin Renee James die Akquise. „Dies ist ein fantastisches Ergebnis für unser Team, und wir freuen uns darauf, unsere AmpereOne-Roadmap für leistungsstarke Arm-Prozessoren und KI voranzutreiben.“ (sg)

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