Übernahmeabschluss in Halbleiterbranche GaN Systems gehört jetzt zu Infineon Technologies

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Infineon hat die Übernahme des kanadischen Unternehmens GaN Systems abgeschlossen. Damit will das Unternehmen die Forschung mit Blick auf Galliumnitrid vorantreiben und die eigene Position in der Halbleiterproduktion stärken.

Die Infineon Unternehmenszentrale Campeon in Neubiberg.(Bild:  Infineon)
Die Infineon Unternehmenszentrale Campeon in Neubiberg.
(Bild: Infineon)

Silizium und Germanium gehören mit zu den etablierten Halbleitermaterialien in der Produktion von Chips. Galliumnitrid (GaN) hat in der Elektronikbranche in den vergangenen Jahren allerdings verstärkt Aufmerksamkeit auf sich gezogen, denn im Vergleich zu Silizium bietet es interessante Vorteile.

Es zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, selbst bei hohen Temperaturen stabil zu arbeiten und weist eine hohe Elektronenbeweglichkeit auf. Diese Eigenschaften führen zu einer verbesserten Leistungsfähigkeit, schnelleren Schaltgeschwindigkeiten und ermöglichen eine Reduzierung von Gewicht und Größe in Stromversorgungssystemen. Dies macht GaN zu einer bevorzugten Wahl in Hochfrequenzanwendungen, Radartechnologie, Mobilfunkbasisstationen und Satellitenkommunikation.

Um das Potenzial des Materials weiterzuerforschen und sich bei allen relevanten Leistungshalbleitertechnologien aufgestellt zu sein, hatten die Verantwortlichen des Unternehmens Infineon Technologies im März 2023 bekannt gegeben, dass man beabsichtige, das kanadische Unternehmen GaN Systems für 830 Millionen US-Dollar per reiner Bargeldübernahme zu übernehmen. Diese Übernahme wurde am 24. Oktober 2023 finalisiert, wie Infineon Technologies und GaN Systems via Pressemitteilung veröffentlicht haben.

Halbleiterproduktion mit Blick auf Effizienz und Dekarbonisierung

GaN Systems bringt ein breites Portfolio von Lösungen zur Leistungsübertragung auf Basis von Galliumnitrid und führende Anwendungskenntnisse mit sich. Von der Übernahme wird sich vor allem eine Beschleunigung der Visionen und Pläne zur Dekarbonisierung versprochen. Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon, zeigt sich ebenfalls zuversichtlich: „Die GaN-Technologie ebnet den Weg für noch effizientere und damit CO2-sparende Lösungen, die die Dekarbonisierung vorantreiben.“ Bei Infineon arbeiten nunmehr rund 450 GaN-Experten, während das Unternehmen gleichzeitig mehr als 350 GaN-Patentfamilien hält. (sb)

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