Förderung für Innovation und Start-ups 12 Mrd. Euro Wachstums- und Innovationskapital für deutsche Start-ups

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Politik und Industrie bekennen sich zur gemeinsamen Absicht, Start-ups, Innovation und Wagniskapital bis 2030 zu fördern. Bis zu 12 Milliarden Euro sollen von den am Bündnis teilnehmenden Unternehmen investiert werden, um das deutsche Venture-Capital-Ökosystem zu stärken.

Start-ups haben es nicht leicht in Deutschland - Politik und Industrie wollen helfen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Start-ups haben es nicht leicht in Deutschland - Politik und Industrie wollen helfen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Wer in Deutschland den Mut und die Ideen für ein Start-up aufbringt, muss sich zahlreichen Herausforderungen stellen. Der Zugang zu Kapital ist oft in der Frühphase schwierig, denn Venture-Capital oder staatliche Förderungen sind begrenzt und hart umkämpft. Dann kommt die Gründung eines Unternehmens in Deutschland mit umfangreichen bürokratischen Hürden verbunden sein, einschließlich langer Anmeldeprozesse und strenger Vorschriften. Ist das erst einmal geschafft, gilt es auch noch, hoch qualifizierte Arbeitskräfte zu finden, und das ist ebenfalls leichter gesagt, als getan.

Viele angehende Unternehmer scheitern oft bereits am ersten Schritt, der Finanzierung. Schätzungen zufolge werden jährlich in Deutschland etwa 30 Milliarden Euro für die Innovationsfinanzierung benötigt. Da ist es ein positives Zeichen, dass sich die Bundesregierung, die KfW-Bankengruppe, die Finanzwirtschaft und Akteure aus dem Start-up-Ökosystem darauf verständigt haben, den Start-up-Standort Deutschland im Rahmen der WIN-Initiative zu fördern. WIN, Sie denken es sich vielleicht schon, steht für Wachstums- und Innovationskapital für Deutschland.

Maßnahmenpaket und Venture-Capital

Während des Start-ups Germany Summit am 17. September 2024 wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Wachstums- und Innovationskapital in Deutschland vereinbart. Gleichzeitig wollen die teilnehmenden Unternehmen bis zum Jahr 2030 rund 12 Milliarden Euro in die weitere Stärkung des deutschen Venture-Capital-Ökosystems investieren. Man habe erkannt, dass Start-ups und Scaleups in der deutschen Volkswirtschaft als wichtiger Innovationsmotor fungieren, und sie aktuell finanziell wie strukturell unterstützt werden müssen, um in Zukunft einmal den Mittelstand von morgen darstellen zu können.

„Das jährliche Dealvolumen auf dem deutschen Markt hat sich in den vergangenen 10 Jahren von 1,5 Mrd. Euro im Jahr 2013 mit einem zwischenzeitlichen Rekordhoch von 18,6 Mrd. Euro im Jahr 2021 auf 7,1 Mrd. Euro im Jahr 2023 mehr als vervierfacht. Diese Entwicklung ist vielfältigen Maßnahmen von Bundesregierung, Verbänden und Unternehmen, zu verdanken, beispielsweise dem „Zukunftsfonds“. Im Jahr 2023 ist zudem das Zukunftsfinanzierungsgesetz in Kraft getreten. Im Rahmen der WIN-Initiative werden nun signifikante weitere Schritte unternommen, um die bislang erreichten Erfolge fortzuführen und zusätzliches Wachstums- und Innovationskapital zu mobilisieren“, teilt das BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz) mit.

Im Rahmen des Maßnahmenpakets werden Kooperationen zwischen Hochschulen, Investoren und Unternehmen ausgebaut, Finanzierungslösungen für „First of a kind (FOAK)“-Finanzierungen angestoßen und Dachfondsstrukturen verstärkt. „Außerdem sollen die Rahmenbedingungen für Börsengänge und Exits von Start-up-Gesellschaftern aus Portfoliounternehmen sowie für Investitionen in Wachstums- und Innovationskapital verbessert werden. Erste Einzelmaßnahmen aus diesem Paket hat das Bundesministerium der Finanzen mit dem Referentenentwurf für das Zweite Zukunftsfinanzierungsgesetz bereits in diesem Sommer auf den Weg gebracht.“ (sb)

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