Gründerszene in Deutschland Wie KI und Deeptech die Start-up-Landschaft prägen

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 2 min Lesedauer

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Der aktuelle Start-up-Monitor zeigt, dass Deutschland verstärkt auf zukunftsweisende Techniktrends wie künstliche Intelligenz und Deeptech setzt. Für 40 % der Gründer ist Deutschland wieder attraktiver als die USA.

Gründer in Deutschland: Der aktuelle Start-up-Monitor zeigt auf, dass Deutschland verstärkt auf Technikrends wie künstliche Intelligenz und DeepTech setzt. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Gründer in Deutschland: Der aktuelle Start-up-Monitor zeigt auf, dass Deutschland verstärkt auf Technikrends wie künstliche Intelligenz und DeepTech setzt.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die deutsche Start-up-Landschaft zeigt trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds bemerkenswerte Dynamiken und Wachstumschancen. Der jetzt veröffentlichte 13. Deutsche Start-up-Monitor verdeutlicht das Potenzial und die Schwierigkeiten der deutschen Start-ups, insbesondere bei künstlicher Intelligenz (KI) und Deeptech. Diese Segmente tragen wesentlich zur Modernisierung der deutschen Wirtschaft bei und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich.

Boom in der KI-Branche

Ein starker Wachstumstreiber ist die zunehmende Integration von KI in Geschäftsmodelle: Bereits 45 % der Start-ups setzen KI als zentralen Bestandteil ihrer Produkte ein, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zeigt. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt Deutschland im internationalen Vergleich hinter Ländern wie den USA zurück, die wesentlich höhere Investitionen in KI-Start-ups verzeichnen.

Der Standort Deutschland gewinnt jedoch an Attraktivität, auch im Vergleich zu den USA: 40 % der Gründer empfinden Deutschland inzwischen als attraktiver, ein Anstieg von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung lässt sich auf die zunehmende Standortvorteile im internationalen Vergleich und die strategische Positionierung auf Zukunftsfelder wie künstliche Intelligenz und Deeptech zurückführen.

Herausragende Unternehmen, wie Parloa, das mit seiner Plattform für KI-Kundendienstagenten den Status eines Einhorns erreicht hat, zeigen das enorme Wachstumspotential in der Automatisierung von Unternehmensprozessen. Auch n8n, als führendes Unternehmen in der Bereitstellung von Automatisierungslösungen durch KI-Agenten, unterstreicht die Relevanz generativer und spezialisierter KI-Lösungen. Dieser Boom macht die Entwicklungen in der KI-Branche besonders spannend und attraktiv für Elektronikentwickler, die in diesen Feldern tätig sind oder einsteigen möchten.

Defense und Deeptech als Wachstumstreiber

Dennoch existiert eine erhebliche Lücke bei Venture-Capital-Investitionen: Im internationalen Vergleich liegt Deutschland nur auf Platz 18, was die globalen Wettbewerbschancen mindert. Diese Diskrepanz zeigt sich auch in der Tatsache, dass seit 2022 kein IPO eines deutschen Unicorns durchgeführt wurde, was die Notwendigkeit für eine europäische Kapitalmarktunion und verstärktes Engagement im Innovationsökosystem unterstreicht.

Im Technologiebereich erleben insbesondere DefenseTech und Deeptech zukunftsträchtige Entwicklungen, mit Rekordinvestitionen. Verteidigungstechnologie profitiert von geopolitischen Spannungen und steigenden Staatsausgaben. Obwohl nur wenige Start-ups in diesem Segment tätig sind, flossen 2025 nahezu 900 Mio. Euro in diese Unternehmen, doppelt so viel wie im Vorjahr.

Start-ups und etablierte Unternehmen

Ein zentrales Thema für die Tech-Branche bleibt die Kooperation zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen, die jedoch unter Druck gerät. Diese Partnerschaften sind wesentlich für Innovation und Effizienzgewinne, doch ihr Anteil nimmt ab. Die Zusammenarbeit ist entscheidend, um Technologien wie KI effizient in die Wirtschaft zu integrieren und damit die Fachkräftelücke zu überbrücken.

Weitere Ergebnisse heben die steigende Diversität in der Gründerszene hervor, mit einem leichten Anstieg des Frauenanteils auf 20 %, und unterstreichen die Bedeutung internationaler Talente. Digitalisierung und Digitalisierung der Verwaltung bleiben jedoch Baustellen, die für eine durchgehend positive Entwicklung Deutschlands als Innovationsstandort angegangen werden müssen.. (heh)

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